Gedenkkundgebungen in Aachen zum Sieg der Roten Armee in Stalingrad vor 75 Jahren

Am Samstag den 3.2.2018 organisierte das AKB zusammen mit Kriegsgegnern aus den Gruppen „Frieden jetzt“, „EuregioProjekt Frieden“ der Linkspartei und SAV  und anderen eine Informationskampagne und vier Gedenkkundgebungen zum 75. Jahrestag.

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Ziel war es, der historischen Wahrheit  Geltung zu verschaffen: Der Sieg der Roten Armee war der Wendepunkt im 2.Weltkrieg und rettete die Zivilisation vor der Nazi-Barbarei. Im folgenden dokumentieren wir mit Fotos und der zentralen Rede des AKB die Ereignisse.

Eingeleitet wurden die Kundgebungen von Hans Eislers Musik „WINTERSCHLACHT“   und beendet mit dem Gedicht von B.Brecht „An die deutschen Soldaten im Osten“

Gedenk- und Mahnveranstaltung zum 75. Jahrestag des Sieges der Roten Armee über die Hitlerarmee. 3.2.2018

Ich begrüße Sie zu unserer Gedenk- und Mahnveranstaltung aus Anlass des 75. Jahrestages des Sieges der Roten Armee in Stalingrad – seien Sie sicher, es ist weit und breit die einzige, die überhaupt stattfindet. Es gibt in Deutschland keine Gedenkfeiern offizieller Stellen aus Anlass des 75. Jahrestages.

Wie aber begeht das mediale und politische Deutschland „Stalingrad“?

In den Medien versorgen 2-3 Nachrichtenagenturen 258 deutsche Zeitungen mit ein und demselben Artikel, mal heißt er „das Ende war vorbestimmt“, mal „das Erbe von Stalingrad“, mal „Ein Kessel wird zum Massengrab“. Prüfen Sie es nach über www.pressereader.com.

Tenor der Einheitsartikel: Viele Tote, grausames Gemetzel, viel Leid für die Soldaten auf beiden Seiten. Es fehlte nur noch: „General Paulus kapituliert, statt sich zu erschießen…“ Man muss wissen, dass der deutsche General Paulus nach 1945 schwer angefeindet wurde. Er wurde nicht dafür kritisiert, dass er die grausame Schlacht um Stalingrad begonnen hatte und daher u.a. den Tod von 500.000 Rotarmisten zu verantworten hatte. Er wurde kritisiert, weil er Hitlers Selbstmor-Befehl nicht bis zur letzten Kugel gefolgt war.

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Kein Wort über den Charakter des Krieges als Raub- und Vernichtungskrieg des faschistischen deutschen Hitlerregimes.

Und die Bundesregierung? In der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Sevin Dagdelen (DIE LINKE) heißt es: man mache sich die Einschätzung nicht zu eigen, dass der Krieg in Gänze ein verbrecherischer war.

Gestern fanden in vielen russischen Städten Paraden und Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag des Sieges über die deutsche 6.Armee in Stalingrad statt. Weder Frau Merkel oder einer Ihrer Minister/innen, noch Bundespräsident Steinmeier nahmen daran teil.

Wie ist das zu erklären, dass die Repräsentanten Deutschlands es nicht für nötig halten, den Opfern des faschistischen Vernichtungskrieges vor Ort im jetzigen Wolgograd zu gedenken, so wie es 5 Abgeordnete der Linkspartei und die SPD-Oberbürgermeisterin von Chemnitz, Barbara Ludwig, gestern taten?

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Bei vier Stopps an Aachener Plätzen wurden die Passanten informiert.

Es gibt für mich nur folgende Erklärung: Zum einen passt es nicht in die aktuelle Eiszeit in den deutsch-russischen Beziehungen, die von militärischen Drohmanövern an der russischen Westgrenze geprägt sind, und zum anderen, und das ist das Entscheidende, will man immer noch nicht die epochal verbrecherische Dimension des Krieges gegen Russland verstehen. Eines Krieges, der sich :

von allen Kriegen der europäischen Moderne, auch von denen, die die deutsche Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges in anderen Ländern führte, unterschied. Es war ein Krieg, der sich nicht nur gegen eine andere Armee, sondern auch gegen Teile der Zivilbevölkerung richtete. Die jüdische Bevölkerung sollte ermordet, nicht-jüdische Zivilisten sollten durch Hunger und Terror dezimiert und zur Zwangsarbeit eingesetzt werden. Dieses verbrecherische Vorgehen ergab sich nicht aus der Eskalation des Kriegsgeschehens, sondern war bereits Bestandteil der Kriegsplanungen.“ (Einleitung zur Wehrmachtsausstellung, http://www.verbrechen-der-wehrmacht.de)

So sagte etwa Feldmarschall von Reichenau, ein überzeugter Anhänger Hitlers: „ Das wesentliche Ziel des Feldzuges gegen das jüdisch-bol­schewistische System ist die völ­lige Zerschlagung der Machtmittel und die Ausrottung des asiatischen Einflusses im europäischen Kulturkreis“. (zitiert nach dem Reichenau-Befehl vom 10.10.1941)

Böse SS-Gute Wehrmacht“

In der Rückschau auf den Krieg gegen Russland gilt von der Adenauerzeit bis heute folgende Bewertung: für die Kriegsverbrechen waren die SS-Einheiten verantwortlich, der deutsche Landser dagegen führte einen ehrenhaften soldatischen Krieg. Zusammengefasst könnte man sagen: Böse SS, gute Wehrmacht! Dieser Mythos gilt vielen bis heute, Es ist diese Grundstimmung in breiten Teilen der Bevölkerung und unserer Regierung, die einen Herrn Gauland von der AfD ungestraft sagen lassen kann „…wir haben das Recht, stolz zu sein auf die Leistungen der deutschen Soldaten in zwei Weltkriegen.“ (Welt vom 14.9.2017)

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Unter den Zuhörern auch Andrej Hunko, MdB LINKE

Es ist daher gerade NICHT unfassbar, dass so ein Verherrlicher deutscher Kriegsverbrechen immer noch selbstverständlicher Gast in Polit-Talk-Shows ist!! Gaulands Äußerungen fallen auf ein fruchtbares deutsches Gesinnungsbiotop, das immer noch gedüngt wird mit antirussischen, antisemitischen und antikommunistischen Ressentiments und dem Glauben an die „gute Wehrmacht“.

Die Fakten allerdings sind andere: die Wehrmacht war maßgeblich an den Verbrechen beteiligt. So erließ sie im Mai und Juni 1941 zentrale Befehle, um die von Hitler geforderte »unerhörte Härte« im Osten zu gewährleisten. Mit dem »Kriegsgerichtsbarkeitserlass« und dem »Kommissarbefehl« setzte sie für die deutsche Wehrmacht zentrale Bestandteile des damals geltenden Kriegsvölkerrechts außer Kraft und schuf damit die wesentlichen Voraussetzungen für einen bis dahin beispiellosen Rassen- und Vernichtungskrieg.

Brecht: An die deutschen Soldaten im Osten (Gesammelte Werke 10)
[…]
Brüder, wenn ich bei euch wäre
Mit euch trottete über die Eiswüsten
Würde ich fragen, wie ihr fragt: Warum
Bin ich hierhergekommen, von wo
Kein Weg mehr nach Haus führt?

Warum habe ich den Rock des Räubers angezogen?
Warum habe ich das Hemde des Mordbrenners angezogen?
Das war doch nicht aus Hunger
Das war doch aus Mordlust nicht.

Nur weil ich ein Knecht war
Und es mir geheißen wurd
Bin ich ausgezogen zu morden und zu brennen
Und muß jetzt gejagt werden
Und muß jetzt erschlagen werden.

Weil ich eingebrochen bin
In das friedliche Land der Bauern und Arbeiter
Der großen Ordnung, des unauflöslichen Aufbaus
Niedertrampelnd und niederfahrend Staat und Gehöfte
Auszurauben die Werkstätten, die Mühlen und Dammbauten
Abzubrechen den Unterricht der tausend Schulen
aufzustören die Sitzungen der unermüdlichen Räte

Darum muß ich jetzt sterben wie ein Ratte
Die der Bauer ertappt hat.

Brüder, wenn ich jetzt bei euch wäre
Auf dem Weg zurück nach Smolensk
Von Smolensk zurück nach nirgendwohin

Würde ich fühlen, was ihr fühlt: immer schon
Habe ich es gewusst unter dem Stahlhelm, unter der Hirnschale
Dass schlecht nicht gut ist
Dass zwei mal zwei vier ist
und dass sterben wird, wer mit ihm ging
Dem blutigen Brüllenden
Dem blutigen Dummkopf.

In bewusster Kenntnis der verbrecherischen Folgen ihrer Anordnungen hoben Hitler und das Oberkommando der Wehrmacht den verbürgten Schutz von Zivilisten im Krieg auf und ordneten die Exekution politischer Kommissare an. Zudem erfassten alle Wehrmachtskommandanturen die jüdische Bevölkerung und setzten den Kennzeichnungszwang durch, um die Juden in Ghettos zu konzentrieren. Neben diesen antijüdischen Maßnahmen beteiligten sich Wehrmachtseinheiten auch an den massenhaften Erschießungen von Zivilisten. Ohne diese Unterstützung der Wehrmacht wäre Holocaust nicht möglich gewesen.

Ein Beispiel sei erwähnt. „ Im Juli 1941 informierte der deutsche Wehrmachts-Feldkommandant der ukrainischen Stadt Kamenez-Podolsk die vorgesetzten Dienststellen, dass er die von ungarischen Einheiten in die Stadt getriebenen Juden weder ernähren konnte noch wollte. Insgesamt wurden daraufhin 23 000 Juden erschossen. (zitiert nach http://www.verbrechen-der-wehrmacht.de)

Nach der Schlacht um Stalingrad wurden überlebende deutsche Soldaten von russischen Historikern interviewt, nachzulesen in dem 602 Seiten langen Buch „Die Stalingrad Protokolle“. Wie sehr die Soldaten den faschistischen Vernichtungs- und Raubgedanken verinnerlicht hatten, zeigt folgende Anmerkung des vernehmenden russischen Historikers Major Alexander Scheljubski

“Die in Stalingrad kämpfenden deutschen Soldaten seien fast ausnahmslos Elitetruppen und Kaderdivisionen gewesen, bestehend aus „reinblütigen Ariern.“ Bei den Verhören sei ihm folgendes besonders aufgefallen: „…die vielfachen Diebstähle und anderen Formen von soldatischen Übergriffen gegen die sowjetische Zivilbevölkerung, „die so sehr in den Alltag der deutschen Soldaten und Offiziere übergegangen sind, dass die Kriegsgefangenen uns davon mitunter ohne jede Verlegenheit erzählten.“ (Die Stalingrad Protokolle S. 520-521) Professor Jochen Hellbeck

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Erklärung der Niederlage

Bis weit in unsere Tage haben deutsche Historiker und Nachkriegspolitiker ein einheitliches Erklärungsmuster für die Niederlage in Stalingrad: Da war zum einen der berüchtigte General Winter, der vollkommen überraschend im Januar 1943 auftauchte und den bis dahin unbesiegten deutschen Soldaten diese verheerende Niederlage bereitete.

Dazu kam die angeblich infame Kriegstaktik der russischen Führung. Das Springerblatt WELT schreibt dazu am 29.9.17:

Der Plan der Moskauer Führung war nun, möglichst viele deutsche Truppen zu Abnutzungskämpfen in Stalingrad zu provozieren und dann, nach Wintereinbruch und mit hinreichender Vorbereitung der eigenen Truppen, von Norden und Süden gleichzeitig einen Zangenangriff herum zu führen. Und die WELT fährt fort:

„Hitler und die Wehrmacht tappten in diese Falle.“

Und die damalige Nazi-Presse sieht natürlich die Ursache der Niederlage rassisch begründet: So schrieb die SS-Zeitung „Das schwarze Korps“ am 29.10 1942 über die Gründe der Niederlage:

„Die Bolschewisten greifen an bis zur totalen Erschöpfung…Der einzelne Mann kämpft auch dann noch, wenn er nach Menschenermessen nicht mehr kämpfen kann.“

Begründung: „Die sowjetischen Soldaten gehörten einer anderen Art an. Sie entstammten einem „niederen, dumpfen Menschentum“, das nicht in der Lage sei, den Sinn des Lebens zu erkennen und das Leben zu schätzen.

Aufgrund dieser fehlenden menschlichen Qualitäten kämpften die Rotarmisten mit einer Todesverachtung, die dem kulturell hochstehenden Europäer fremd sei. Bei der Stärke der sowjetischen Soldaten handele es sich um „die Macht der entfesselten Minderwertigkeit“. (Die Stalingrad Protokolle S. 15)

Tatsächlich ergaben die Interviews deutscher und russischer Soldaten nach Auswertung durch die russischen Historiker folgende Einschätzung, was den völlig unterschiedlichen Kampfeswillen und die ideologische Motivierung der jeweiligen Soldaten, heute würde man sagen den „Spirit“ anging:

„Eine Armee, die keine Ziele wie die sowjetische hatte wie den „Kampf gegen den Faschismus“ und die „Verteidigung des Landes“, in dem der Sozialismus aufgebaut wurde, sondern die wie die deutsche Armee nur eroberte, raubte und vernichtete, konnte nur moralische Krüppel hervorbringen.“ (Die Stalingrad Protokolle S. 521)

Wir haben unsere Gedenkveranstaltung unter das Motto gestellt „Die rote Armee rettet die menschliche Zivilisation“. Nicht nur wir sind der Meinung, dass wir es der Roten Armee zu verdanken haben, dass das faschistische sog. III.Reich besiegt wurde und der Rassenwahn und die Eroberungskriege Deutschlands ein Ende nahmen. In vielen europäischen Ländern sind bis heute Straßen, Plätze und Metrostationen nach STALINGRAD benannt. Sie sind ein Symbol für die Niederlage faschistischer Gewaltherrschaft und für den Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg.

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Kranzniederlegung an den Gräbern der ehemaligen sowjetischen Zwangsarbeiter in Aachen am Westfriedhof

Die Hauptlast bei der Niederwerfung des Faschismus trug die Sowjetunion, es starben 27 Mio Sowjetbürger, in Deutschland 6 und bei USA 500000. Überhaupt eröffneten die USA erst 1944 (zwei Jahre nach Stalingrad) die 2.Front in der Normandie. In China starben durch den Kriegsterror Japans 15 Millionen Chinesen, was auch im Westen so gut wie nie erwähnt wird.

Viele Menschen waren auch in Deutschland nach 1945 überzeugt, dass der deutsche Eroberungskrieg ein imperialistischer Raubzug um die riesigen Ressourcen der Sowjetunion war und dass Kriege dem kapitalistischen System immanent seien, wie der Regen der Wolke (so der französische Sozialist Jean Jaures). Selbst die CDU hatte in ihrem Ahlener Programm von 1947 eine Abkehr vom Kapitalismus gefordert und den Sozialismus auf die Tagesordnung gesetzt. Die Losung vieler Menschen war „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg, Sozialismus oder Barbarei.“

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Feinbild Russland wieder aktuell

Leider erleben wir seit einigen Jahren, wie das alte Feindbild Russland auch in Deutschland wieder aufgebaut wird. Insbesondere der russische Präsident Putin wird dämonisiert und ihm wird unterstellt, er stelle eine Bedrohung für die baltischen Staaten und Polen dar.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Russland sieht sich seit 1990 zunehmend von der NATO eingekreist. Trotz Zusagen bei den 2+4-Verhandlungen nach dem Ende der DDR, dass sich die NATO nicht durch die Eingliederung ehemaliger Staaten des Warschauer Paktes nach Osten ausweitet, ist dies geschehen.

Die NATO und damit auch deutsche Truppen führen zudem ständig Drohmanöver an der russischen Westgrenze durch. In Polen und Rumänien wurden US-Raketenstützpunkte eingerichtet mit der lächerlichen Begründung, sie würden sich gegen potentielle iranische Raketenangriffe richten.

Wir fordern die Bundesregierung und auch die Aachener Abgeordneten aus SPD und CDU auf: ziehen Sie die richtigen Lehren aus „Stalingrad“, treten Sie ein für Gespräche, statt für Aufrüstung und Drohmanöver gegen Russland.

Treten Sie ein für die Beendigung deutscher Kriegseinsätze, ziehen Sie die Bundeswehr aus Syrien, Afghanistan, Mali und den anderen Einsatzgebieten ab!Sorgen Sie dadurch auch dafür, dass Kriege als einer der Hauptgründe für die Fluchtbewegungen beendet werden. Setzen Sie sich auch als eine Lehre aus „Stalingrad“ dafür ein, dass Flüchtende in Deutschland Asyl bekommen, statt dass man sie im Mittelmeer ertrinken lässt.

Auch der im GG verankerte Schutz von Verfolgten ist ein Ergebnis davon, dass in Stalingrad die Zivilisation und Menschlichkeit gerettet. Der Sieg der Roten Armee heute vor 75 Jahren in Stalingrad über die faschistische Wehrmacht war Grundlage für unser Grundgesetz mit einem menschlichen Asylrecht, dem Verbot von Volksverhetzung, Rassismus und Angriffskriegen.

Friede in Europa kann es nur mit und nicht gegen Russland geben!

3.2.2018 Rudolf Gottfried für das http://www.antikriegsbündnis-Aachen.de gofac@posteo.de

 

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