No NATO – No EU-Army – No War – No Capitalism

Zusammen mit der satirischen Agit-Prop-Truppe der „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ traten wir vom Antikriegsbündnis-Aachen am 24.5.2017 in Brüssel gegen den NATO-Gipfel auf – Medien berichten wie immer nicht über die Proteste

Die Demonstration, die dennoch stattfand

Huley Schmitz
Mehrere mediale Großereignisse liefen soeben parallel:
Der Trump-Besuch in der belgischen Hauptstadt, der NATO-Gipfel vom 25.-26, die Eröffnung des neuen NATO-Hauptquartiers in Brüssel und der Kirchentag in Berlin mit dem Auftritt von US-Ex-Präsident Obama und der noch nicht Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel.
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Interessant ist einmal wieder die Koinzidenz der Ereignisse — oder weniger geschraubt ausgedrückt — wie sich die Medienmeute auf besondere Weise als Claqueurshaufen des Herrschaftsbetriebes fest etabliert hat. Sie berichten in aller Regel einfach nicht über das, was dem Herrschaftsbetrieb nicht genehm ist. Und so fiel die parallele Anti-NATO und Anti-Trump-Demonstration in Brüssel, zu der unzählige Organisationen aufgerufen hatten und die die kostspieligen Herrschaftstheateraufführungen flankierten, medial zumeist einfach aus. Getreu dem Motto: worüber wir nicht berichten, das hat es auch nicht gegeben.
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Die friedliche Demonstration mit etwa 12.000 Teilnehmern am 24.05. fand bei schönstem Wetter statt. Die unterschiedlichsten Gruppen führten eine große Vielzahl politischer Botschaften auf Schildern und Transparenten mit, einige outeten die NATO als North Atlantic Terror Organization,
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NATO = North Atlantic Terrorist Organisation

andere forderten Investitionen in Frieden, statt in Kriege.

Lautstarke Anti-Trumpisten klagten den Rassismus an und forderten Hilfe für Flüchtlinge, Akteure flankierten die Demonstration mit Theater-, Gesangs- und Trommeleinlagen.
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Auch die Aachener „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ waren mit Ihren provokativen Schildern vor Ort u.a.:
NATO-Fake-News mit der Abbildung eines Tortendiagramms über die realen Ausgabenproportionen zwischen NATO und Russland; auf einem Schild wurden die USA aufgefordert zunächst die gelagerten Atomwaffen „zu verbrauchen“, bevor neue Beschafft werden.
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Hier mit MdB Andrej Hunke, DIE LINKE, zweiter von links

 

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NATO Fake News : We are threatened by Russia.

Die Botschaft eines weiteren Schildes jedoch überstieg die intellektuelle Kapazität
einer Teilnehmerin des Demonstrationszuges: Es zeigte die deutsche Kriegsministerin mit Pickelhaube, die mit dem Finger auf den Betrachter weist: „Make Germany great again! We want you for EU-Army“. „Das finde ich aber gar nicht gut, dass Ihr jetzt Frauen in die Armee schicken wollt“. Das Aachener Antikriegsbündnis trat mit einem großen Transparenz in Erscheingung, Aufschrift: „No NATO — No EU-Army — No War — No Capitalism“
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Ein versprengtes Häuflein schwarz-Vermummter, die ersichtlich unfähig waren, eine politische Botschaft zu transportieren, ließ es mal so richtig krachen und so detonierten mehrere schwere Böller oder sie fackelten den ein oder anderen Papierkorb ab. Knall- und Qualmchargen in Aktion: Agents provocateurs der Polizei hätten es nicht besser machen können. Aber die Demonstranten ließen sich nicht provozieren und die Polizei hielt sich gänzlich im Hintergrund. Einige Soldaten mit automatischen Waffen im Anschlag, einige entspannt auf Balkonen, zeigten die Richtung der militarisierten innenpolitischen Entwicklung der EU an, die in Belgien bereits Realität ist.
Nur wenige Medien berichteten: Mit Ausnahme des grundgelaufenen „Flaggschiffs der Demokratie“ — DER SPIEGEL —, Fehlanzeige.
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Nicht das Wochenblatt für den Oberstudienrat —  DIE ZEIT —, nicht die Süddeutsche Zeitung, auch nicht die FAZ — das Blatt hinter dem früher auch schonmal ein kluger Leserkopf steckte—, nicht die TAZ — das Parteiblatt der GRÜNEN —, sahen sich genötigt, ihrer Informationspflicht nachzukommen. Ein eher peinlicher Artikel im Deutschlandfunk ergänzte das Bild, wie sich mediale Nachrichtenunterdrücker Demokratie im öffentlichen Raum vorstellen.
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Sämtlich NATO-Zentralorgane für den begeisterten Transatlantiker? Für Außenstehende vielleicht schwer verständlich, aber leider nur zu deutlich: die immer eindeutigere Verweigerungshaltung der Medienberichterstattung in Deutschland. Zur Medienkompetenz gehört selbstverständlich auch die Berichterstattung über oppositionelle Ereignisse. Nicht nur die Leitartikel des ganz großen transatlantischen Medienkartells gleichen wie ein Ei dem anderen. Wer an zentrale Steuerung und koordinierte Nachrichtenunterdrückung glaubt, ist aber eindeutig „Verschwörungstheoretiker“.
Im Klartext: Das, was den Herrschaftsfraktionen in nicht in ihren Kram passt, darüber wird in aller Regel gar nicht mehr berichtet. Die Großdemonstration in Brüssel hat für sie mehrheitlich nicht stattgefunden. Die breite Öffentlichkeit soll auch gar nicht erfahren, dass es außer der Herrschaftssicht noch eine andere Wirklichkeit gibt — zumal dann, wenn diese Sicht erheblich mehr mit den Realitäten übereinstimmt als die verordnete Sicht der Wahrheitsministerien. Die Herrschaftsmedien können sich Demokratie nicht mehr leisten: Sie verkaufen Textprodukte an „Demokratie-Kunden“. Damit liegen sie auf Linie mit den marktradikalen Herrschaftsarchitekten, die zur Zeit damit befasst sind, die Reste der Demokratie gänzlich zu entsorgen.
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No NATO, No EU-Army, No War, No Capitalism – Fight NATO-Summit in Brussels

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Am 24. und 25.Mai 2017 findet in Brüssel das diesjährige NATO-Gipfeltreffen statt. Der NATO-Gipfel soll Beschlüsse zur weiteren Hochrüstung und zur Fortsetzung der kriegerischen Interventionen der NATO fällen.

Das Antikriegsbündnis Aachen mobilisiert wie die gesamte europäische Friedensbewegung zu einer großen Demonstration gegen die NATO-Kriegspolitik am 24.Mai 2017 nach Brüssel. Da auch US-Präsident Trump an der Tagung teilnehmen wird, werden auch Proteste von antifaschistischen und antirassistischen sowie Frauenrechts- und Umweltschutzgruppen stattfinden. Bisher haben sich 10 000 Menschen angemeldet.

Unter dem Motto

„NO NATO – NO EU-ARMY – NO WAR – NO CAPITALISM!“

wollen wir dafür demonstrieren, dass nicht wie geplant die Rüstungsausgaben weiter drastisch erhöht werden.

Wir treten ein für die Beendigung militärischer Interventionen, die im Nahen Osten eine humanitäre Katastrophe erzeugt haben und Hauptursache für die große Fluchtbewegung der letzten Jahre sind.

Wir wenden uns auch gegen die Fortsetzung der Konfrontationspolitik mit Russland und die Verlegung weiterer NATO-Truppen und Waffensysteme an die russische Westgrenze und fordern Dialog statt militärischer Drohgebärden.

Und schließlich richtet sich unser Protest auch gegen die Militarisierung der EU und die deutsch-französischen Pläne zum Aufbau einer EU-Armee aus. 

Nein zu einer EU-Army unter deutscher Dominanz.

Abfahrt aus der Regien Aachen

Abfahrt für die Mitfahrer/innen auch Aachen und Umgebung nach Brüssel am 24.5.1017 mit der belgischen Bahn ab Welkenrath. Abfahrt 15 Uhr 23, Ankunft Brüssel Gare du Nord um 17 Uhr. Anmeldung hier ws-ac@web.de. Gemeinsame Fahrt ab Aachen für die möglich, die kein Fahrzeug haben.  Bitte bei ws-ac@web.de melden.

Fahrkarten besorgen wir, Kosten für Hin- und Rückfahrt ca. 15 Euro. Bitte spätestens um 15 Uhr am Bahnhof im belgischen Welkenraedt sein, ca. km westlich von Aachen.

Details zu Ablauf der Demo siehe hier:

http://stopnato2017.org/

und hier

https://www.trumpnotwelcome.be/

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Weitere Agit-Prop Plakate für die Anti-NATO-Demo in Brüssel:

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Protest gegen Trumps Raketenangriff auf Syrien und die Unterstützer Merkel und Gabriel

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Führt der DONALD endlich KRIEG, hat Frau Merkel ihn ganz lieb! Alle Fotos: Arbeiterfotografie.com , Andreas Neumann, Anneliese Fikentscher, Karl-Heinz Otten.

Etwa 70 Antikriegsgegner versammelten sich einen Tag nach der völkerrechtswidrigen Aggression der USA gegen Syrien am Samstag den 8,4.2017 in Aachen, um dagegen zu protestieren und vor einer militärischen Eskalation zu warnen.

Redner des Antikriegsbündnisses Aachen und der Linkspartei, MdB Andrej Hunko, verwiesen darauf, dass der Angriff durchgeführt wurde, ohne dass Beweise für die Verantwortung der syrischen Regierung vorgelegt worden wären. Und selbst wenn Syrien dafür verantwortlich wäre, sei Krieg und Eskalation der falsche Weg.

Ungeheuerlich, so Andrej Hunko, sei das Verhalten von Frau Merkel, die für den offenen Rechtsbruch der USA Verständnis zeigte, ebenso wie SPD-Minister Gabriel.

Im folgenden einige Bilder von der Aktion:

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Hier der Redebeitrag von Andrej Hunko

Andreij Hunko MdB DIE LINKE und Rudolf Gottfried vom Antikriegsbündnis

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US-Aggression der USA gegen Syrien von Gabriel und Merkel gut geheissen.

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Vom Stellvertreterkrieg in Syrien zum 3.Weltkrieg?

Statt eine Untersuchung des verheerenden Giftgaseinsatzes mit über 80 Toten abzuwarten, ha­ben die USA Syrien angegriffen, ohne Belege für die Schuld Syriens vorzulegen.

Niemand weiß bisher, wer hinter dem mörderischen Giftgasanschlag steckt. Allerdings klingt es nicht plausibel, warum die syrische Regierung einen Giftgaseinsatz durchführen sollte, wenige Tage nachdem US Außenminister Tillerson erklärt hatte, die USA bestünden nicht mehr auf einem Rückzug Assads als Bedingung für eine politische Lösung.

„Wem nützt der Giftgasangriff?

Das ist die zentrale Frage die wir stellen müssen“ meinte so auch Prof. Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz in einem Interview in WDR 5 am 6.4.2017 und weiter: „Es nützt nicht dem Regime, es spricht alles dagegen, dass ein ab­sichtlicher Giftgasangriff von Seiten der Regierung durchgeführt wurde…“

Schon 2013 setzten die islamistischen Terrorgruppen Giftgas ein

Die Aachener Nachrichten hatten in einem Artikel vom 5.4.2017 eine Parallele gezogen zum Gift­gasangriff in Damaskus 2013 mit mehr als 1400 Toten, der der syrischen Regierung angelastet worden war. Der damalige US-Präsident Obama hatte eine angekündigte Vergeltungsoffensive völlig überraschend gestoppt, nachdem vom britischen Geheimdienst untersuchte Bodenproben ergeben hatten, dass das bei Damaskus eingesetzte Sarin nicht aus Beständen der syrischen Armee stammte. Drei Monate später wurde dann allerdings Sarin bei 13 Mitgliedern der Al-Nusra Front im türkischen Adana gefunden…eine Aufklärung des Skandals wurde durch den türkischen Geheimdienst verhindert…

Wir warnen vor einer Eskalation bis hin zum Krieg zwischen den USA und Russland

Das Antikriegsbündnis will mit dem Protest davor warnen, dass durch das von Präsident Trump angekündigte verstärkte Eingreifen der USA gegen Syrien eine weitere schlimme Eskalation des Syrien-Krieges mit dem Risiko eines Zusammenstoßes zwischen den USA und Russland eintre­ten kann.

„In Syrien wird ein Stellvertreterkrieg geführt zwischen den USA, der Türkei und den Golfstaaten auf der einen Seite und Russland, Iran und China auf der anderen Seite… Es geht um Macht­politik. Es geht darum, Russland und den Iran kleinzuhalten. Und Syrien ist das Schlachtfeld, auf dem dieser Kampf jetzt ausgetragen wird. “ erklärte am 7.4.17 der Nahostexperte Michael Lüders im NDR-Radio. „Ein solcher Angriff kann sehr schnell eskalieren… Wenn man nicht sehr genau aufpasst, dann besteht die Gefahr, dass sich die beiden Nuklearmächte USA und Russland bald in einer ernsthaften Konfrontation befinden“ .

Statt den völkerrechtswidrigen Angriff zu verurteilen, unterstützen ihn Merkel und Gabriel

Bundeskanzlerin Merkel und die Minister Gabriel und von der Leyen haben ihr Verständnis und ihre Zustimmung zum US-amerikanischen Angriff auf Syrien erklärt.

Der Aachener Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko hat hingegen wie mehrere Mitglieder seiner Partei ‚die Linke‘ vor einer Zuspitzung des Krieges gewarnt, den Angriff verurteilt und dar­auf hingewiesen, dass er gegen einen souveränen Staat geführt wurde, was gegen internationa­les Recht verstoße.

Wir fordern eine Verurteilung des völkerrechtswidrigen Angriffs der USA auf Syrien durch die Bundesregierung.

http://www.Antikriegsbündnis-Aachen.de

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Aachener Polizeipräsident gelobt keine Besserung

Kleiner Infosplitter zur Aachener Polizei: Nachdem dem Aachener Polizeipräsidenten Weinspach gerichtlich die Leviten gelesen wurden, weil seine Beamten Mitgliedern des Antikriegsbündnis die freie Meinungsäußerung verwehrten, kann er sich nicht zu einer Unterlassungserklärung durchringen.  Hier das kleine Nachtreten unsererseits in einer Pressemitteilung – der Herr reagierte – nicht:

Sehr geehrter Herr Schumacher,

recht herzlichen Dank für die Berichterstattung über den Ausgang des Klageverfahrens gegen den PP Weinspach.

Bitte informieren Sie Ihre Leserschaft doch noch über folgendes:

Mein Rechtsanwalt, Herr Rainer M. Hofmann, hat nach dem Urteilsspruch dem Polizeipräsidenten die Gelegenheit eingeräumt, sich für die Missachtung meiner Grundrechte zu entschuldigen und zu erklären, diesen Eingriff künftig zu verhindern. Es stimmt mich nachdenklich, dass Herr Weinspach trotz eindeutiger Rechtslage sich zu einer solchen Erklärung nicht bereitfinden konnte und unser Ansinnen ignorierte.
500,00 EUR der zu erstattenden Verfahrenskosten werden das Antikriegsbündnis und ich Pro Asyl spenden, damit die Flüchtlingshilfeorganisation dazu beitragen kann, z.B. keine Flüchtlinge mehr in das auch von der Bundeswehr gebeutelte Afghanistan abschieben zu können.

Besten Dank und freundliche Grüße
Detlef Peikert

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Dem Antikriegsbündnis das Demonstrationsrecht verweigert: Polizeipräsident Aachens scheitert endgültig vor Gericht

Am Himmelfahrstag den 14.5.2015 hat die Aachener Polizei Detlef Peikert vom Antikriegsbündnis-Aachen und weitere Personen daran gehindert, den Marktplatz zu betreten, um anlässlich der Karlspreisverleihung an Martin Schulz zentrale Forderungen des Antikriegsbündnis‘ auf Plakaten zu zeigen. Das Verwaltungsgericht Aachen hat der Klage Peikerts gegen diesen Eingriff in die Freiheit der Meinungsäußerung im März 2016 in seinem Urteil gegen den Aachener Polizeipräsidenten Weinspach stattgegeben.

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Der Aachener Polizeipräsident WEINSPACH

Nun hat auch das Oberverwaltungsgericht Münster dieses Urteil bestätigt und den Antrag der Polizei auf Zulassung einer Berufung als unbegründet abgelehnt (Aktenzeichen 15 A 894/16 – Ablehnung der Berufung)

Am 14.5.2015 wurde der Karlspreis der Stadt Aachen an den heutigen Kanzlerkandidaten und designierten Vorsitzenden der SPD, Martin Schulz, verliehen. Weil dieser sich in den Verhandlungen mit Russland und der Ukraine für einen antirussischen Kurs stark machte und sich für Sanktionen gegen Russland aussprach, hatten die Demonstranten Plakate im Gepäck mit der Aufschrift „Schluss mit der Einkreisungspolitik gegen Russland“, „Frieden in Europa ist nur mit und nicht gegen Russland nötig“ sowie „Schluss mit der Dämonisierung Russlands durch Politiker und Medien“.

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Nicht erlaubt bei der Preisverleihung an Schulz.

Andere Demonstranten wiesen mit Schilder „Kein TTIP – nirgendwo“ auf die tragende Rolle hin, die Schulz bei der Durchsetzung von TTIP im EU-Parlament spielte.

Diese Schilder waren der Aachener Polizei nicht recht. So konnten Schulz-Freunde ihre Zuneigung mit Transparenten und Schildern ungehindert zeigen, die kritischen Schilder dagegen verbannte die Polizei vom Markt. Dabei beriefen sich die ausführenden Beamten explizit auf die oberste Führung der Polizei. „Die streitige polizeiliche Maßnahme sei allein auf das Ziel gerichtet gewesen, die Meinungsäußerung durch das Vorzeigen kritischer Plakate zu unterbinden“, heißt es im Urteil des Verwaltungsgerichts. Damit sei das grundrechtlich geschützte Recht auf Meinungs-äußerung verletzt worden.

Mitglieder des Antikriegsbündnis sind schon lange mit der Praxis der Polizei vertraut, nach eigenem Gutdünken kritische Inhalte oder Aktionen unterbinden zu wollen. Ebenfalls per Gericht als rechtswidrig festgestellt worden war die Verhinderung eines öffentlichen Trainings zur Blockade von Nazimärschen. Trotz der erneuten Niederlage des Polizeipräsidenten vor Gericht ist unsere Hoffnung gering, dass die Polizei endlich ihre de-facto-Orientierung gegen friedliche, aber linke Demonstrantinnen und Demonstranten aufgibt.

Peikert musste erhebliche Kosten zur Finanzierung des Prozesses aufbringen, die ihm nun von der Staatskasse erstattet werden. 500,00 EUR davon wird er und das Antikriegsbündnis Aachen für Pro Asyl spenden, damit die Flüchtlingshilfeorganisation dazu beitragen kann, z.B. keine Flüchtlinge mehr in das auch von der Bundeswehr gebeutelte Afghanistan abschieben zu können

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Aleppo und die Menschrechtsheuchler

10.12.2016:  Protestaktion in Aachen gegen die Heuchelei der Verantwortlichen für den Syrienkrieg und das Elend der Menschen in Aleppo

Tag der Menschenrechte – Tag der Heuchler

Kurz vor dem heutigen „Tag der Menschenrechte“ demonstrierte Frau Merkel in Ihrer Parteitagsre­de, wie man durch Anklagen anderer vom eigenen menschenrechtsverletzenden Handeln ablenkt.

Russland und der Iran unterstützen „das Assad-Regime bei seinem brutalen Vorgehen ge­gen die eigenen Bürger in Aleppo“.  (Merkel am 6.12.16 in Essen)

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Ergebnis massiver Bombardierungen: zerstörtes Stadtvierel in …? Siehe Fußnote 3

 

Wir stellen dazu fest: Die syrische Regie­rung, un­terstützt von kurdischen Einheiten und Russland, führt Krieg gegen die is­lamistischen Terrorban­den und nicht gegen die syrischen Bürger.

Erste Berichte der Ge­flüchteten aus den befreit­en Stadtteilen Alep­pos zeigen, dass sich die Menschen be­freit se­hen von der Terrorherr­schaft der Djihadis­ten.

Die furchtbare Lage der Menschen in Alep­po ha­ben die NATO-Staaten (USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland) zu verant­worten, die zehn­tausende islamistische Terroris­ten mit Waffen ver­sorgten, oder dies wie Deutschland billigten, um die syri­sche Regie­rung zu stürzen, so wie sie das kurz vorher in Libyen gemacht hatten.

Kriegsgrund „Menschenrechtsverletzungen“

Sowohl in Libyen, als auch jetzt in Syrien hat die „westlichen Wertegemeinschaft“ wegen tatsächli­cher oder behaupteter „Menschenrechtsverletzungen“ der dortigen Regierungen mili­tärisch interven­iert und sich der islamistischen Terror-Gruppen wie den IS oder AL-Nusra bedient, nach dem Mot­to: der Feind meines Feindes ist mein Freund!

Nach Gutdünken nehmen es sich die westlichen Mächte selbst heraus, ihre Ordnungsvor­stellungen überall da militärisch durchzusetzen, wo es ihnen passt. Dabei initiiert oder fördert man „far­bige“ Revolutionen, sei es in der Ukraine, Georgien oder Syrien.

Regierende, die sich nicht als „proeuropäisch“ erweisen, wie der serbische Präsident Milo­sevic, werden dämonisiert. Es werden Lügen über Greueltaten in die Welt gesetzt, die dann den Kriegsein­satz rechtfertigen. Dutzende illegale Kriege wurden geführt, ohne UN-Mandat und im Widerspruch zum Völkerrecht. Damit muss Schluss sein! Es muss zum Ri­siko werden, illegale Kriege zu führen und damit Katastrophen wie im Nahen Osten anzurichten, wie es der Westen getan hat. 1

Wer illegale Kriege beginnt oder unterstützt – wir denken da nicht nur an Frau Merkel und Herrn Steinmeier, sondern auch an Joseph Fischer und Gerd Schröder, gehört vor Gericht.

Das Prinzip der „westlichen Wertegemeinschaft“:

Unsere Schurken lassen wir in Ruhe 2

  • Ohne Zweifel bombardiert die türkische Armee nicht nur militärische Ziele, sondern legt ganze Städte in Kurdistan in Schutt und Asche. 3

  • Ohne Zweifel errichtet Erdogan eine Diktatur und hat zehntausende oppositionelle Politiker und Journalisten in die Folter-Gefängnisse geworfen.

  • Ohne Zweifel herrscht in Saudi-Arabien das Prinzip staatlicher Menschenrechtsverletzun­gen, siehe die Tabelle unten.

Aber: Solange Schurkenstaaten wie die Türkei oder Saudi-Arabien den geostrategischen Inter­essen der „Westlichen Wertegemeinschaft“ dienen, solange dulden Merkel und Stein­meier die Diktatur Erdogans und das mittelalterliche Regime des saudischen Königs Sal­man.

Beispiel Saudi-Arabi­en: Trotz der Massaker, die Saudi-Arabi­en im Ye­men u.a. mit deut­schen Waffen anrichtet: Frau von der Leyen erklärt das Land für strategisch wichtig, die Waf­fenlieferungen gehen weiter, so­gar ein Ausbildungspro­gramm bei der Bundes­wehr wird durchgeführt (AN vom 8.12.16). Und die Menschen­rechtsverletzungen im Inneren? Steinigungen wegen Ehebruch, Todesstrafe wegen Gottesläs­terung? Kein Thema: Saudi Ara­bien ist eben strategisch wichtig, es ist einer unserer Schurkenstaaten.

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Saudi-Arabien ist der IS als Staat – aber strategisch wichtig, Saudi-Arabien ist eben „unser“ Schurke! Quelle: SPIEGEL, 23.1.2015 

Es ist grotesk: Diejenigen, die für den Krieg in Syrien durch ihre Ter­rorbanden verantwort­lich sind, geben nun den Ange­griffenen die Schuld.

Schluss mit den Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und die Türkei!

Verantwortlich: Antikriegsbündnis Aachen http://www.antikriegsbündnis-Aachen.de akbac@posteo.de

1Milosevic wurde im März 2016 posthum vom „Internationalen Strafgerichtshofin Den Haag freigesprochen.

2 Der US Außenminister Welles nannte den nicaraguanischen Diktator SOMOZA einst einen Bastard. Darauf angesprochen antwortete Präsident Roosevelt 1939: „Yes, but he’s our bastard.“ 

3 Bild auf Seite 1: Durch türkische Bomben zerstörtes Wohnviertel im kurdischen Diyarbakir, eine Berichterstattung über die Menschenrechtsverletzungen „unsere Schurken“ fehlt in deutschen Fernseh-Medien. Ausnahme: Monitor.

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