Trump, May und Macron: Die Luftwaffe der Dschihadisten

Etwa 100 Menschen demonstrierten am Samstag wenige Stunden nach den Bombenangriffen gegen Syrien in Aachen.  Sie verurteilten die völkerrechtswidrigen Bombenangriffe sowie die Unterstützung dieser Angriffe durch Frau Merkel und Außenminister Maas, die die Angriffe als „erforderlich und angemessen“ bezeichneten.

vor_elisen

14_04

Film: Demonstration in Aachen am 14.4.2018 gegen die illegalen Bombenangriffe der USA, Englands und Frankreichs auf Syrien

luftwaffe_der_dschihadis

Dschihadisten haben jetzt eine LUFTWAFFE – die Bomber der USA, Englands und Frankreichs!

Demonstration heute um 11 Uhr 55 am Elisenbrunnen in Aachen

Fake news „Giftgaseinsatz Syriens“:

Trump, Macron und Theresa May sind

Die Luftwaffe der Dschihadisten!

14.4.2018

Heute morgen um 4 Uhr Orts­zeit haben die USA, Frankreich und England Ziele in Syrien bombardiert.

Sie handeln nicht nur völkerrechtswidrig und ohne UNO-Mandat, sie handeln de fakto als Luftwaffe der Dschihadisten!

Wem nützt die Behauptung vom Giftgaseinsatz?

Zum wiederholten Mal behaupten Politiker und Medien im Westen, dass die syrische Armee mit Duldung Russlands Giftgas gegen die Bevölkerung eingesetzt habe. Je aussichtsloser die militärische Lage für die islamistischen Terroristen und Kopfabschneider wird, umso häufiger werden die Behauptungen über Giftgaseinsätze der syrischen Armee.

Aber: welches Kalkül sollte Syrien mit dem Einsatz von Giftgas verfolgen? Wer kurz vor dem militärischen Sieg steht, wie in Ost-Ghuta, wäre verrückt, durch den Giftgaseinsatz ein militärisches Vorgehen der Kriegsmächte unter US-Führung zu riskieren. Naheliegender ist eine Inszenierung durch die Terrorbanden selbst, um das Eingreifen der USA und anderer zu erreichen.

Die Bombenangriffe müssen von der Bundesregierung verurteilt werden!

Ohne dafür Beweise vorzulegen, haben Trump, Theresa May und Macron Bombenangriffe auf Ziele in Syrien durchgeführt. Der neue deutsche Außenminister Heiko Maas fordert, den Druck auf Russland zu erhöhen.

Maas ist Jurist und sollte wissen, dass man nach rechtsstaatlichen Grundsätzen erst Beweise braucht, bevor über Strafen gesprochen werden kann. Er sollte zudem wie auch Frau Merkel wissen, dass nach dem Völkerrecht militärische Angriffe auf souveräne Staaten unzulässig sind.

Auch wenn sich Deutschland militärisch nicht beteiligt hat, hat Frau Merkel die Angriffspläne der USA begrüßt und sagte sie würde das Vorgehen „politisch mittragen.“

Am Tag der Bombenangriffe sagte Frau Merkel: „Der Bombenangriff sei „erforderlich und angemessen gewesen.“

Wer jetzt wie der Westen die Eskalation des Krieges in Syrien betreibt oder wie Frau Merkel unterstützt, riskiert einen Krieg mit Russland mit unabsehbaren Folgen.

Es gibt nur einen Weg:

Die Behauptungen über den Giftgaseinsatz müssen durch eine unabhängige Untersuchung überprüft werden! Und falls er sich als wahr herausstellen sollte, müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und zwar juristisch, nicht mit Bomben!

Die Bundesregie­rung muss jegliche logistische und militärische Unterstützung für die Bombenwerfer-Staaten sofort einstellen!

Bomben bringen keinen Frieden!

Über Kriegsführung mit Fake News:

Lord Arthur Ponsonby (1871-1946), ein englischer Friedensaktivist, schrieb 1928 ironisch, wie Politiker Kriege rechtfertigen:

  1. Wir wollen den Krieg nicht.
  2. Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung.
  3. Der Führer des Gegners ist ein Teufel.
  4. Wir kämpfen für eine gute Sache.
  5. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen.
  6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich.
  7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm.
  8. Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache.
  9. Unsere Mission ist heilig.
  10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter.

 

http://www.Antikriegsbündnis-Aachen.de

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Groko einig bei Kriegseinsätzen – mehr Soldaten nach Mali und Afghanistan

März 2018. Kaum hatte man sich auf die Groko geeinigt, beschlossen CDU und SPD, dass noch mehr Soldaten in die Kriegseinsätze Mali und Afghanistan geschickt werden. 1300 statt bisher 900 nach Afghanistan und 1100 statt bisher 1000  nach Mali.

Statt alle Soldaten abzuziehen und insbesondere Schadenersatz für die Verwüstungen in 16 Jahren Aggressionskrieg in Afghanistan zu zahlen, schickt man noch mehr Soldaten. In einer Presse-Eklärung stellt das Antikriegsbündnis-Aachen fest:

PRESSEMITTEILUNG VOM 9.März 2018

Als letzten Akt der alten GroKo-Regierung hat ihr Kabinett die Verlängerung der Auslandseinsätze und eine Personalaufstockung für Afghanistan und Mali beschlossen. Und das, obwohl in beiden Ländern mit Bundeswehr und Kriegseinsätzen die Sicherheitslage für die Bevölkerung nicht verbessert werden konnte, mit Krieg lässt sich bekanntermaßen kein Frieden schaffen. Doch die neue GroKo wird das Übergabe-Präsent ihrer Vorgängerin nicht ablehnen und der Bundestag wird wohl erneut zustimmen.

Die Ausweitung der Militarisierungspolitik der Bundesregierung ist dramatisch. Die Nato plant für den Herbst an russischen Grenzen ein Großmanöver mit 45.000 Soldaten, davon ca. 12.000 Bundeswehrsoldaten. So wird kein Vertrauen aufgebaut, sondern Aufrüstung betrieben. Obwohl der Rüstungshaushalt der Nato fast das 10(!)-fache des russischen beträgt, sollen die EU-Rüstungsausgaben systematisch erhöht werden, im Falle der Bundeswehr fast eine Verdoppelung bis 2025.

Eine Studie aus dem Umfeld des Kanzleramtes hat gefordert, „Deutschland  muss … alles in seiner Macht Stehende tun, um Europa als eigenständigen weltpolitischen Machtfaktor im Sinne seiner ordnungspolitischen Konzeptionen zu etablieren“. Die GroKo hat diesen Weg beschritten. Geschaffen wurde im Dezember vergangenen Jahres ein militärisches Kerneuropa, mit dem Deutschland sich auf den Weg macht, die Welt mit zu regieren. PESCO nennt sich das Ungetüm, es verpflichtet die teilnehmenden Staaten zur permanenten Aufrüstung, Wissenschaft & Forschung sollen der Kriegsindustrie zugewiesen werden, die großen Rüstungsmonopole sollen durch Normierungsverfahren Dominanz erhalten. Und mit der Aufhebung des Einstimmigkeitsprinzips soll die EU in die Lage versetzt werden, jederzeit selbstständig Kriegsoperationen durchzuführen.

Es wäre unverantwortlich, der Aufrüstung und Kriegstreiberei tatenlos zuzusehen, Abrüsten statt Aufrüsten sind angesagt sowie ein Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan, Mali.

Kundus-Prozess

Protest gegen Oberst Klein, der den Befehl gab, einen Bombenangriff auf Menschen zu starten, die Benzin aus einem liegen gebliebenen Tanklaster zu entnehmen.  Er wurde 2 Jahre später zum General befördert.                                                                                                         Foto dpa

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Gedenkkundgebungen in Aachen zum Sieg der Roten Armee in Stalingrad vor 75 Jahren

Am Samstag den 3.2.2018 organisierte das AKB zusammen mit Kriegsgegnern aus den Gruppen „Frieden jetzt“, „EuregioProjekt Frieden“ der Linkspartei und SAV  und anderen eine Informationskampagne und vier Gedenkkundgebungen zum 75. Jahrestag.

20180203-AKB-Gedenken an den 75ten Jahrestag von Stalingrad

Ziel war es, der historischen Wahrheit  Geltung zu verschaffen: Der Sieg der Roten Armee war der Wendepunkt im 2.Weltkrieg und rettete die Zivilisation vor der Nazi-Barbarei. Im folgenden dokumentieren wir mit Fotos und der zentralen Rede des AKB die Ereignisse.

Eingeleitet wurden die Kundgebungen von Hans Eislers Musik „WINTERSCHLACHT“   und beendet mit dem Gedicht von B.Brecht „An die deutschen Soldaten im Osten“

Gedenk- und Mahnveranstaltung zum 75. Jahrestag des Sieges der Roten Armee über die Hitlerarmee. 3.2.2018

Ich begrüße Sie zu unserer Gedenk- und Mahnveranstaltung aus Anlass des 75. Jahrestages des Sieges der Roten Armee in Stalingrad – seien Sie sicher, es ist weit und breit die einzige, die überhaupt stattfindet. Es gibt in Deutschland keine Gedenkfeiern offizieller Stellen aus Anlass des 75. Jahrestages.

Wie aber begeht das mediale und politische Deutschland „Stalingrad“?

In den Medien versorgen 2-3 Nachrichtenagenturen 258 deutsche Zeitungen mit ein und demselben Artikel, mal heißt er „das Ende war vorbestimmt“, mal „das Erbe von Stalingrad“, mal „Ein Kessel wird zum Massengrab“. Prüfen Sie es nach über www.pressereader.com.

Tenor der Einheitsartikel: Viele Tote, grausames Gemetzel, viel Leid für die Soldaten auf beiden Seiten. Es fehlte nur noch: „General Paulus kapituliert, statt sich zu erschießen…“ Man muss wissen, dass der deutsche General Paulus nach 1945 schwer angefeindet wurde. Er wurde nicht dafür kritisiert, dass er die grausame Schlacht um Stalingrad begonnen hatte und daher u.a. den Tod von 500.000 Rotarmisten zu verantworten hatte. Er wurde kritisiert, weil er Hitlers Selbstmor-Befehl nicht bis zur letzten Kugel gefolgt war.

banner_3_2_43_a4

Kein Wort über den Charakter des Krieges als Raub- und Vernichtungskrieg des faschistischen deutschen Hitlerregimes.

Und die Bundesregierung? In der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Sevin Dagdelen (DIE LINKE) heißt es: man mache sich die Einschätzung nicht zu eigen, dass der Krieg in Gänze ein verbrecherischer war.

Gestern fanden in vielen russischen Städten Paraden und Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag des Sieges über die deutsche 6.Armee in Stalingrad statt. Weder Frau Merkel oder einer Ihrer Minister/innen, noch Bundespräsident Steinmeier nahmen daran teil.

Wie ist das zu erklären, dass die Repräsentanten Deutschlands es nicht für nötig halten, den Opfern des faschistischen Vernichtungskrieges vor Ort im jetzigen Wolgograd zu gedenken, so wie es 5 Abgeordnete der Linkspartei und die SPD-Oberbürgermeisterin von Chemnitz, Barbara Ludwig, gestern taten?

20180203-0017-AKB-Gedenken an den 75ten Jahrestag von Stalingrad

Bei vier Stopps an Aachener Plätzen wurden die Passanten informiert.

Es gibt für mich nur folgende Erklärung: Zum einen passt es nicht in die aktuelle Eiszeit in den deutsch-russischen Beziehungen, die von militärischen Drohmanövern an der russischen Westgrenze geprägt sind, und zum anderen, und das ist das Entscheidende, will man immer noch nicht die epochal verbrecherische Dimension des Krieges gegen Russland verstehen. Eines Krieges, der sich :

von allen Kriegen der europäischen Moderne, auch von denen, die die deutsche Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges in anderen Ländern führte, unterschied. Es war ein Krieg, der sich nicht nur gegen eine andere Armee, sondern auch gegen Teile der Zivilbevölkerung richtete. Die jüdische Bevölkerung sollte ermordet, nicht-jüdische Zivilisten sollten durch Hunger und Terror dezimiert und zur Zwangsarbeit eingesetzt werden. Dieses verbrecherische Vorgehen ergab sich nicht aus der Eskalation des Kriegsgeschehens, sondern war bereits Bestandteil der Kriegsplanungen.“ (Einleitung zur Wehrmachtsausstellung, http://www.verbrechen-der-wehrmacht.de)

So sagte etwa Feldmarschall von Reichenau, ein überzeugter Anhänger Hitlers: „ Das wesentliche Ziel des Feldzuges gegen das jüdisch-bol­schewistische System ist die völ­lige Zerschlagung der Machtmittel und die Ausrottung des asiatischen Einflusses im europäischen Kulturkreis“. (zitiert nach dem Reichenau-Befehl vom 10.10.1941)

Böse SS-Gute Wehrmacht“

In der Rückschau auf den Krieg gegen Russland gilt von der Adenauerzeit bis heute folgende Bewertung: für die Kriegsverbrechen waren die SS-Einheiten verantwortlich, der deutsche Landser dagegen führte einen ehrenhaften soldatischen Krieg. Zusammengefasst könnte man sagen: Böse SS, gute Wehrmacht! Dieser Mythos gilt vielen bis heute, Es ist diese Grundstimmung in breiten Teilen der Bevölkerung und unserer Regierung, die einen Herrn Gauland von der AfD ungestraft sagen lassen kann „…wir haben das Recht, stolz zu sein auf die Leistungen der deutschen Soldaten in zwei Weltkriegen.“ (Welt vom 14.9.2017)

P1180053

Unter den Zuhörern auch Andrej Hunko, MdB LINKE

Es ist daher gerade NICHT unfassbar, dass so ein Verherrlicher deutscher Kriegsverbrechen immer noch selbstverständlicher Gast in Polit-Talk-Shows ist!! Gaulands Äußerungen fallen auf ein fruchtbares deutsches Gesinnungsbiotop, das immer noch gedüngt wird mit antirussischen, antisemitischen und antikommunistischen Ressentiments und dem Glauben an die „gute Wehrmacht“.

Die Fakten allerdings sind andere: die Wehrmacht war maßgeblich an den Verbrechen beteiligt. So erließ sie im Mai und Juni 1941 zentrale Befehle, um die von Hitler geforderte »unerhörte Härte« im Osten zu gewährleisten. Mit dem »Kriegsgerichtsbarkeitserlass« und dem »Kommissarbefehl« setzte sie für die deutsche Wehrmacht zentrale Bestandteile des damals geltenden Kriegsvölkerrechts außer Kraft und schuf damit die wesentlichen Voraussetzungen für einen bis dahin beispiellosen Rassen- und Vernichtungskrieg.

Brecht: An die deutschen Soldaten im Osten (Gesammelte Werke 10)
[…]
Brüder, wenn ich bei euch wäre
Mit euch trottete über die Eiswüsten
Würde ich fragen, wie ihr fragt: Warum
Bin ich hierhergekommen, von wo
Kein Weg mehr nach Haus führt?

Warum habe ich den Rock des Räubers angezogen?
Warum habe ich das Hemde des Mordbrenners angezogen?
Das war doch nicht aus Hunger
Das war doch aus Mordlust nicht.

Nur weil ich ein Knecht war
Und es mir geheißen wurd
Bin ich ausgezogen zu morden und zu brennen
Und muß jetzt gejagt werden
Und muß jetzt erschlagen werden.

Weil ich eingebrochen bin
In das friedliche Land der Bauern und Arbeiter
Der großen Ordnung, des unauflöslichen Aufbaus
Niedertrampelnd und niederfahrend Staat und Gehöfte
Auszurauben die Werkstätten, die Mühlen und Dammbauten
Abzubrechen den Unterricht der tausend Schulen
aufzustören die Sitzungen der unermüdlichen Räte

Darum muß ich jetzt sterben wie ein Ratte
Die der Bauer ertappt hat.

Brüder, wenn ich jetzt bei euch wäre
Auf dem Weg zurück nach Smolensk
Von Smolensk zurück nach nirgendwohin

Würde ich fühlen, was ihr fühlt: immer schon
Habe ich es gewusst unter dem Stahlhelm, unter der Hirnschale
Dass schlecht nicht gut ist
Dass zwei mal zwei vier ist
und dass sterben wird, wer mit ihm ging
Dem blutigen Brüllenden
Dem blutigen Dummkopf.

In bewusster Kenntnis der verbrecherischen Folgen ihrer Anordnungen hoben Hitler und das Oberkommando der Wehrmacht den verbürgten Schutz von Zivilisten im Krieg auf und ordneten die Exekution politischer Kommissare an. Zudem erfassten alle Wehrmachtskommandanturen die jüdische Bevölkerung und setzten den Kennzeichnungszwang durch, um die Juden in Ghettos zu konzentrieren. Neben diesen antijüdischen Maßnahmen beteiligten sich Wehrmachtseinheiten auch an den massenhaften Erschießungen von Zivilisten. Ohne diese Unterstützung der Wehrmacht wäre Holocaust nicht möglich gewesen.

Ein Beispiel sei erwähnt. „ Im Juli 1941 informierte der deutsche Wehrmachts-Feldkommandant der ukrainischen Stadt Kamenez-Podolsk die vorgesetzten Dienststellen, dass er die von ungarischen Einheiten in die Stadt getriebenen Juden weder ernähren konnte noch wollte. Insgesamt wurden daraufhin 23 000 Juden erschossen. (zitiert nach http://www.verbrechen-der-wehrmacht.de)

Nach der Schlacht um Stalingrad wurden überlebende deutsche Soldaten von russischen Historikern interviewt, nachzulesen in dem 602 Seiten langen Buch „Die Stalingrad Protokolle“. Wie sehr die Soldaten den faschistischen Vernichtungs- und Raubgedanken verinnerlicht hatten, zeigt folgende Anmerkung des vernehmenden russischen Historikers Major Alexander Scheljubski

“Die in Stalingrad kämpfenden deutschen Soldaten seien fast ausnahmslos Elitetruppen und Kaderdivisionen gewesen, bestehend aus „reinblütigen Ariern.“ Bei den Verhören sei ihm folgendes besonders aufgefallen: „…die vielfachen Diebstähle und anderen Formen von soldatischen Übergriffen gegen die sowjetische Zivilbevölkerung, „die so sehr in den Alltag der deutschen Soldaten und Offiziere übergegangen sind, dass die Kriegsgefangenen uns davon mitunter ohne jede Verlegenheit erzählten.“ (Die Stalingrad Protokolle S. 520-521) Professor Jochen Hellbeck

IMG_20180204_174623

Erklärung der Niederlage

Bis weit in unsere Tage haben deutsche Historiker und Nachkriegspolitiker ein einheitliches Erklärungsmuster für die Niederlage in Stalingrad: Da war zum einen der berüchtigte General Winter, der vollkommen überraschend im Januar 1943 auftauchte und den bis dahin unbesiegten deutschen Soldaten diese verheerende Niederlage bereitete.

Dazu kam die angeblich infame Kriegstaktik der russischen Führung. Das Springerblatt WELT schreibt dazu am 29.9.17:

Der Plan der Moskauer Führung war nun, möglichst viele deutsche Truppen zu Abnutzungskämpfen in Stalingrad zu provozieren und dann, nach Wintereinbruch und mit hinreichender Vorbereitung der eigenen Truppen, von Norden und Süden gleichzeitig einen Zangenangriff herum zu führen. Und die WELT fährt fort:

„Hitler und die Wehrmacht tappten in diese Falle.“

Und die damalige Nazi-Presse sieht natürlich die Ursache der Niederlage rassisch begründet: So schrieb die SS-Zeitung „Das schwarze Korps“ am 29.10 1942 über die Gründe der Niederlage:

„Die Bolschewisten greifen an bis zur totalen Erschöpfung…Der einzelne Mann kämpft auch dann noch, wenn er nach Menschenermessen nicht mehr kämpfen kann.“

Begründung: „Die sowjetischen Soldaten gehörten einer anderen Art an. Sie entstammten einem „niederen, dumpfen Menschentum“, das nicht in der Lage sei, den Sinn des Lebens zu erkennen und das Leben zu schätzen.

Aufgrund dieser fehlenden menschlichen Qualitäten kämpften die Rotarmisten mit einer Todesverachtung, die dem kulturell hochstehenden Europäer fremd sei. Bei der Stärke der sowjetischen Soldaten handele es sich um „die Macht der entfesselten Minderwertigkeit“. (Die Stalingrad Protokolle S. 15)

Tatsächlich ergaben die Interviews deutscher und russischer Soldaten nach Auswertung durch die russischen Historiker folgende Einschätzung, was den völlig unterschiedlichen Kampfeswillen und die ideologische Motivierung der jeweiligen Soldaten, heute würde man sagen den „Spirit“ anging:

„Eine Armee, die keine Ziele wie die sowjetische hatte wie den „Kampf gegen den Faschismus“ und die „Verteidigung des Landes“, in dem der Sozialismus aufgebaut wurde, sondern die wie die deutsche Armee nur eroberte, raubte und vernichtete, konnte nur moralische Krüppel hervorbringen.“ (Die Stalingrad Protokolle S. 521)

Wir haben unsere Gedenkveranstaltung unter das Motto gestellt „Die rote Armee rettet die menschliche Zivilisation“. Nicht nur wir sind der Meinung, dass wir es der Roten Armee zu verdanken haben, dass das faschistische sog. III.Reich besiegt wurde und der Rassenwahn und die Eroberungskriege Deutschlands ein Ende nahmen. In vielen europäischen Ländern sind bis heute Straßen, Plätze und Metrostationen nach STALINGRAD benannt. Sie sind ein Symbol für die Niederlage faschistischer Gewaltherrschaft und für den Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg.

20180203-0024-AKB-Gedenken an den 75ten Jahrestag von Stalingrad

Kranzniederlegung an den Gräbern der ehemaligen sowjetischen Zwangsarbeiter in Aachen am Westfriedhof

Die Hauptlast bei der Niederwerfung des Faschismus trug die Sowjetunion, es starben 27 Mio Sowjetbürger, in Deutschland 6 und bei USA 500000. Überhaupt eröffneten die USA erst 1944 (zwei Jahre nach Stalingrad) die 2.Front in der Normandie. In China starben durch den Kriegsterror Japans 15 Millionen Chinesen, was auch im Westen so gut wie nie erwähnt wird.

Viele Menschen waren auch in Deutschland nach 1945 überzeugt, dass der deutsche Eroberungskrieg ein imperialistischer Raubzug um die riesigen Ressourcen der Sowjetunion war und dass Kriege dem kapitalistischen System immanent seien, wie der Regen der Wolke (so der französische Sozialist Jean Jaures). Selbst die CDU hatte in ihrem Ahlener Programm von 1947 eine Abkehr vom Kapitalismus gefordert und den Sozialismus auf die Tagesordnung gesetzt. Die Losung vieler Menschen war „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg, Sozialismus oder Barbarei.“

P1180048

Feinbild Russland wieder aktuell

Leider erleben wir seit einigen Jahren, wie das alte Feindbild Russland auch in Deutschland wieder aufgebaut wird. Insbesondere der russische Präsident Putin wird dämonisiert und ihm wird unterstellt, er stelle eine Bedrohung für die baltischen Staaten und Polen dar.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Russland sieht sich seit 1990 zunehmend von der NATO eingekreist. Trotz Zusagen bei den 2+4-Verhandlungen nach dem Ende der DDR, dass sich die NATO nicht durch die Eingliederung ehemaliger Staaten des Warschauer Paktes nach Osten ausweitet, ist dies geschehen.

Die NATO und damit auch deutsche Truppen führen zudem ständig Drohmanöver an der russischen Westgrenze durch. In Polen und Rumänien wurden US-Raketenstützpunkte eingerichtet mit der lächerlichen Begründung, sie würden sich gegen potentielle iranische Raketenangriffe richten.

Wir fordern die Bundesregierung und auch die Aachener Abgeordneten aus SPD und CDU auf: ziehen Sie die richtigen Lehren aus „Stalingrad“, treten Sie ein für Gespräche, statt für Aufrüstung und Drohmanöver gegen Russland.

Treten Sie ein für die Beendigung deutscher Kriegseinsätze, ziehen Sie die Bundeswehr aus Syrien, Afghanistan, Mali und den anderen Einsatzgebieten ab!Sorgen Sie dadurch auch dafür, dass Kriege als einer der Hauptgründe für die Fluchtbewegungen beendet werden. Setzen Sie sich auch als eine Lehre aus „Stalingrad“ dafür ein, dass Flüchtende in Deutschland Asyl bekommen, statt dass man sie im Mittelmeer ertrinken lässt.

Auch der im GG verankerte Schutz von Verfolgten ist ein Ergebnis davon, dass in Stalingrad die Zivilisation und Menschlichkeit gerettet. Der Sieg der Roten Armee heute vor 75 Jahren in Stalingrad über die faschistische Wehrmacht war Grundlage für unser Grundgesetz mit einem menschlichen Asylrecht, dem Verbot von Volksverhetzung, Rassismus und Angriffskriegen.

Friede in Europa kann es nur mit und nicht gegen Russland geben!

3.2.2018 Rudolf Gottfried für das http://www.antikriegsbündnis-Aachen.de gofac@posteo.de

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Vor 75 Jahren: Die Rote Armee rettet die menschliche Zivilisation

banner

Die Niederlage der deutschen 6. Armee unter General Paulus war der entscheidenden Wendepunkt im 2.Weltkrieg und ermutigte die Widerstands- und Partisanenbewegungen in ganz Europa, den Kampf ge­gen die deutschen Okkupanten zu verstärken.

Hitler und seine Generäle hatten die deutschen Soldaten in einen rassistischen Vernichtungskrieg gegen die slavischen und „jüdisch-bolschewistischen Untermenschen“ geführt. Der Krieg gegen die Sowjetuni­on sei kein normaler Krieg, sondern ein Weltanschauungskrieg: die westliche Zivili­sation müsse vor den asiatischen Horden gerettet werden. So sagte Feldmarschall von Reichenau, ein überzeugter Anhänger Hitlers: „ Das wesentliche Ziel des Feldzuges gegen das jüdisch-bol­schewistische System ist die völ­lige Zerschlagung der Machtmittel und die Ausrottung des asiatischen Einflusses im europäischen Kulturkreis“. (zitiert nach dem Reichenau-Befehl vom 10.10.1941)

Und Hitler selbst: „Wir müssen vom Standpunkt des soldatischen Kameradentums abrücken. Der Kommunist ist vorher kein Kamerad und nachher kein Kamerad. Es handelt sich um einen Ver­nichtungskampf.“ (Am 30.3.1940 in einer Rede vor deutschen Generälen)

Es starben 27 Millionen russische Menschen, überwiegend Zivilisten, durch den deutschen Vernich­tungsfeldzug, der im Kern sowohl um die Ressourcen im Osten als auch gegen den ersten sozialis­tischen Staat ging. Die Sowjetunion trug die Hauptlast* bei der Niederschlagung des Faschismus, erst im Juni 1944 eröffneten die Alliierten USA, Kanada und England in Europa eine zweite Front mit der Lan­dung in der Normandie.

Seit dem opferreichen Sieg der Roten Armee ist Stalingrad bis heute weltweit ein Symbol für die Ret­tung der menschlichen Zivilisation vor der faschistischen Herrenmenschen­ideologie und den historisch einmali­gen Verbrechen der Nazis in ihren Kriegen und Vernichtungslagern.

Noch heute gibt es etwa in Frankreich in vielen Städten Straßen und Plätze, die nach wie vor den Namen STA­LINGRAD tragen, um an die kriegsentscheidende Wende durch die Schlacht von Stalingrad zu erinnern und einen Dank an Russland darstellen.

paris-france-stalingrad-metro-station-platform-eetp76

(Bild oben: Metro-Station in Paris)

Es liegt uns fern, die heute in deutschen Medi­en und im Politikbetrieb stattfindende Dämo­nisierung Russlands mit der Hetze und der Verteufelung Russlands in der NAZI-Zeit gleich­zusetzen. Es ist allerdings nachvollzieh­bar, dass die russische Regie­rung und die Menschen in Russ­land – auch vor dem Hinter­grund der immensen Opfer Russlands für die Niederschlagung des Fa­schismus – mit Empö­rung auf Unterstellun­gen des Wes­tens reagie­ren, Russland stelle eine Bedrohung dar.

Wenn sich jemand sorgen muss, dann Russ­land: Seit den 90er Jahren hat sich die NATO immer weiter nach Osten ausgedehnt. An der russischen Westgrenze finden laufend mit deutscher Beteiligung Drohmanöver der NATO in skandinavischen und baltischen Staaten statt, in Polen und Rumänien wurden Raketensta­tionen der USA errichtet und der Rüstungshaus­halt der NATO beträgt mehr als das 10fache des russi­schen.

Schluss mit den Drohmanövern der NATO gegen Russland!

Frieden in Europa ist nur mit und nicht gegen Russland möglich!

Mahn- und Gedenkkundgebung in Aachen am 3.2.2018

Kugelbrunnen/Willy Brandtplatz

Beginn 12 Uhr

Bundesregierung verneint, dass der Vernichtungsfeldzug gegen Russland verbrecherisch war:

anfrage1

Aus der Antwort der Bundesregierung vom 17.1.2018 auf eine Anfrage der Linkspartei.

Das wird Herrn Gauland von der AfD freuen, der Anfang September sagte „…wir haben das Recht, stolz zu sein auf die Leistungen der deutschen Soldaten in zwei Weltkriegen.“ (Welt vom 14.9.2017)

* Kriegsopfer ausgewählter Länder im 2.Weltkrieg in Millionen: Sowjetunion. 27, Polen 6, Deutschland 6,3, USA 0,5. In Fernost starben 15 Millionen Chinesen durch die Greueltaten der japanischen Armee, Japan hatte 3,7 Millionen Tote. (nach Wikipedia)

http://www.Antikriegsbündnis-Aachen.de

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

No NATO – No EU-Army – No War – No Capitalism

Zusammen mit der satirischen Agit-Prop-Truppe der „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ traten wir vom Antikriegsbündnis-Aachen am 24.5.2017 in Brüssel gegen den NATO-Gipfel auf – Medien berichten wie immer nicht über die Proteste

Die Demonstration, die dennoch stattfand

Huley Schmitz
Mehrere mediale Großereignisse liefen soeben parallel:
Der Trump-Besuch in der belgischen Hauptstadt, der NATO-Gipfel vom 25.-26, die Eröffnung des neuen NATO-Hauptquartiers in Brüssel und der Kirchentag in Berlin mit dem Auftritt von US-Ex-Präsident Obama und der noch nicht Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel.
nbcnews.png
Interessant ist einmal wieder die Koinzidenz der Ereignisse — oder weniger geschraubt ausgedrückt — wie sich die Medienmeute auf besondere Weise als Claqueurshaufen des Herrschaftsbetriebes fest etabliert hat. Sie berichten in aller Regel einfach nicht über das, was dem Herrschaftsbetrieb nicht genehm ist. Und so fiel die parallele Anti-NATO und Anti-Trump-Demonstration in Brüssel, zu der unzählige Organisationen aufgerufen hatten und die die kostspieligen Herrschaftstheateraufführungen flankierten, medial zumeist einfach aus. Getreu dem Motto: worüber wir nicht berichten, das hat es auch nicht gegeben.
DSC06614
Die friedliche Demonstration mit etwa 12.000 Teilnehmern am 24.05. fand bei schönstem Wetter statt. Die unterschiedlichsten Gruppen führten eine große Vielzahl politischer Botschaften auf Schildern und Transparenten mit, einige outeten die NATO als North Atlantic Terror Organization,
DSC06546

NATO = North Atlantic Terrorist Organisation

andere forderten Investitionen in Frieden, statt in Kriege.

Lautstarke Anti-Trumpisten klagten den Rassismus an und forderten Hilfe für Flüchtlinge, Akteure flankierten die Demonstration mit Theater-, Gesangs- und Trommeleinlagen.
DSC06522
Auch die Aachener „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ waren mit Ihren provokativen Schildern vor Ort u.a.:
NATO-Fake-News mit der Abbildung eines Tortendiagramms über die realen Ausgabenproportionen zwischen NATO und Russland; auf einem Schild wurden die USA aufgefordert zunächst die gelagerten Atomwaffen „zu verbrauchen“, bevor neue Beschafft werden.
DSC06661

Hier mit MdB Andrej Hunke, DIE LINKE, zweiter von links

 

DSC06554

NATO Fake News : We are threatened by Russia.

Die Botschaft eines weiteren Schildes jedoch überstieg die intellektuelle Kapazität
einer Teilnehmerin des Demonstrationszuges: Es zeigte die deutsche Kriegsministerin mit Pickelhaube, die mit dem Finger auf den Betrachter weist: „Make Germany great again! We want you for EU-Army“. „Das finde ich aber gar nicht gut, dass Ihr jetzt Frauen in die Armee schicken wollt“. Das Aachener Antikriegsbündnis trat mit einem großen Transparenz in Erscheingung, Aufschrift: „No NATO — No EU-Army — No War — No Capitalism“
DSC06578
Ein versprengtes Häuflein schwarz-Vermummter, die ersichtlich unfähig waren, eine politische Botschaft zu transportieren, ließ es mal so richtig krachen und so detonierten mehrere schwere Böller oder sie fackelten den ein oder anderen Papierkorb ab. Knall- und Qualmchargen in Aktion: Agents provocateurs der Polizei hätten es nicht besser machen können. Aber die Demonstranten ließen sich nicht provozieren und die Polizei hielt sich gänzlich im Hintergrund. Einige Soldaten mit automatischen Waffen im Anschlag, einige entspannt auf Balkonen, zeigten die Richtung der militarisierten innenpolitischen Entwicklung der EU an, die in Belgien bereits Realität ist.
Nur wenige Medien berichteten: Mit Ausnahme des grundgelaufenen „Flaggschiffs der Demokratie“ — DER SPIEGEL —, Fehlanzeige.
spiegelonline.png
Nicht das Wochenblatt für den Oberstudienrat —  DIE ZEIT —, nicht die Süddeutsche Zeitung, auch nicht die FAZ — das Blatt hinter dem früher auch schonmal ein kluger Leserkopf steckte—, nicht die TAZ — das Parteiblatt der GRÜNEN —, sahen sich genötigt, ihrer Informationspflicht nachzukommen. Ein eher peinlicher Artikel im Deutschlandfunk ergänzte das Bild, wie sich mediale Nachrichtenunterdrücker Demokratie im öffentlichen Raum vorstellen.
einschoenespaar.png
Sämtlich NATO-Zentralorgane für den begeisterten Transatlantiker? Für Außenstehende vielleicht schwer verständlich, aber leider nur zu deutlich: die immer eindeutigere Verweigerungshaltung der Medienberichterstattung in Deutschland. Zur Medienkompetenz gehört selbstverständlich auch die Berichterstattung über oppositionelle Ereignisse. Nicht nur die Leitartikel des ganz großen transatlantischen Medienkartells gleichen wie ein Ei dem anderen. Wer an zentrale Steuerung und koordinierte Nachrichtenunterdrückung glaubt, ist aber eindeutig „Verschwörungstheoretiker“.
Im Klartext: Das, was den Herrschaftsfraktionen in nicht in ihren Kram passt, darüber wird in aller Regel gar nicht mehr berichtet. Die Großdemonstration in Brüssel hat für sie mehrheitlich nicht stattgefunden. Die breite Öffentlichkeit soll auch gar nicht erfahren, dass es außer der Herrschaftssicht noch eine andere Wirklichkeit gibt — zumal dann, wenn diese Sicht erheblich mehr mit den Realitäten übereinstimmt als die verordnete Sicht der Wahrheitsministerien. Die Herrschaftsmedien können sich Demokratie nicht mehr leisten: Sie verkaufen Textprodukte an „Demokratie-Kunden“. Damit liegen sie auf Linie mit den marktradikalen Herrschaftsarchitekten, die zur Zeit damit befasst sind, die Reste der Demokratie gänzlich zu entsorgen.
DSC06595
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

No NATO, No EU-Army, No War, No Capitalism – Fight NATO-Summit in Brussels

nonato

Am 24. und 25.Mai 2017 findet in Brüssel das diesjährige NATO-Gipfeltreffen statt. Der NATO-Gipfel soll Beschlüsse zur weiteren Hochrüstung und zur Fortsetzung der kriegerischen Interventionen der NATO fällen.

Das Antikriegsbündnis Aachen mobilisiert wie die gesamte europäische Friedensbewegung zu einer großen Demonstration gegen die NATO-Kriegspolitik am 24.Mai 2017 nach Brüssel. Da auch US-Präsident Trump an der Tagung teilnehmen wird, werden auch Proteste von antifaschistischen und antirassistischen sowie Frauenrechts- und Umweltschutzgruppen stattfinden. Bisher haben sich 10 000 Menschen angemeldet.

Unter dem Motto

„NO NATO – NO EU-ARMY – NO WAR – NO CAPITALISM!“

wollen wir dafür demonstrieren, dass nicht wie geplant die Rüstungsausgaben weiter drastisch erhöht werden.

Wir treten ein für die Beendigung militärischer Interventionen, die im Nahen Osten eine humanitäre Katastrophe erzeugt haben und Hauptursache für die große Fluchtbewegung der letzten Jahre sind.

Wir wenden uns auch gegen die Fortsetzung der Konfrontationspolitik mit Russland und die Verlegung weiterer NATO-Truppen und Waffensysteme an die russische Westgrenze und fordern Dialog statt militärischer Drohgebärden.

Und schließlich richtet sich unser Protest auch gegen die Militarisierung der EU und die deutsch-französischen Pläne zum Aufbau einer EU-Armee aus. 

Nein zu einer EU-Army unter deutscher Dominanz.

Abfahrt aus der Regien Aachen

Abfahrt für die Mitfahrer/innen auch Aachen und Umgebung nach Brüssel am 24.5.1017 mit der belgischen Bahn ab Welkenrath. Abfahrt 15 Uhr 23, Ankunft Brüssel Gare du Nord um 17 Uhr. Anmeldung hier ws-ac@web.de. Gemeinsame Fahrt ab Aachen für die möglich, die kein Fahrzeug haben.  Bitte bei ws-ac@web.de melden.

Fahrkarten besorgen wir, Kosten für Hin- und Rückfahrt ca. 15 Euro. Bitte spätestens um 15 Uhr am Bahnhof im belgischen Welkenraedt sein, ca. km westlich von Aachen.

Details zu Ablauf der Demo siehe hier:

http://stopnato2017.org/

und hier

https://www.trumpnotwelcome.be/

unitedwestand

 

 

Weitere Agit-Prop Plakate für die Anti-NATO-Demo in Brüssel:

whenfinally

nnn

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Protest gegen Trumps Raketenangriff auf Syrien und die Unterstützer Merkel und Gabriel

koeln

Führt der DONALD endlich KRIEG, hat Frau Merkel ihn ganz lieb! Alle Fotos: Arbeiterfotografie.com , Andreas Neumann, Anneliese Fikentscher, Karl-Heinz Otten.

Etwa 70 Antikriegsgegner versammelten sich einen Tag nach der völkerrechtswidrigen Aggression der USA gegen Syrien am Samstag den 8,4.2017 in Aachen, um dagegen zu protestieren und vor einer militärischen Eskalation zu warnen.

Redner des Antikriegsbündnisses Aachen und der Linkspartei, MdB Andrej Hunko, verwiesen darauf, dass der Angriff durchgeführt wurde, ohne dass Beweise für die Verantwortung der syrischen Regierung vorgelegt worden wären. Und selbst wenn Syrien dafür verantwortlich wäre, sei Krieg und Eskalation der falsche Weg.

Ungeheuerlich, so Andrej Hunko, sei das Verhalten von Frau Merkel, die für den offenen Rechtsbruch der USA Verständnis zeigte, ebenso wie SPD-Minister Gabriel.

Im folgenden einige Bilder von der Aktion:

P1170692

ruzuhoererbaetzandrejandrej_luedersjulipeikP1170685

Hier der Redebeitrag von Andrej Hunko

Andreij Hunko MdB DIE LINKE und Rudolf Gottfried vom Antikriegsbündnis

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen