Rede des Antikriegsbündnis Aachen anlässlich der Anti-AfD-Demo am 22.11.2024 n Aachen
Die (AfD) inszeniert sich als Friedenspartei und begründet das damit, dass sie Waffenlieferungen an die Ukraine und Sanktionen gegen Russland und auch die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland ablehnt. Die gezeigte Sympathie für Russland ist eher mit der AfD-Sympathie für die reaktionäre Gesellschaftspolitik in Russland zu erklären, als mit pazifistischer Haltung.
Aber in der Tat unterscheidet sich die AfD mit der Ablehnungen von Waffenlieferungen an die Ukraine deutlich von der vergangenen Ampelregierung und der Union, die in traditioneller Kriegslogik nur auf militärische Mittel setzt und von Panzern bis Haubitzen den Ukraine-Krieg befeuert und auf einen Siegfrieden der Ukraine setzt, wohl wissend, dass damit das massenhafte Sterben junger Ukrainer und Russen weitergeht.
Plakat des Antikriegsbündnis Aachen
Eine Friedenspartei, die die AfD zu sein vorgibt, müsste sich allerdings konsequent und generell gegen militärische Problemlösungen, Aufrüstung, Rüstungsexporte, die Wehrpflicht und das Militär positionieren. Eine echte Friedenspartei müsste sich für Verhandlungen und einen Waffenstillstand einsetzen, nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Gaza.
Eine Friedenspartei im 21. Jahrhundert muss Kriege als zivilisatorisches Desaster und Rückschritt denunzieren.
Aber eine Kritik der AfD an der von Ampelregierung und Opposition betriebenen Aufrüstung und der Militarisierung der Gesellschaft, in der alle „kriegstüchtig“ sein sollen, ist von der AfD nicht zu erwarten, im Gegenteil:
Auch die AfD vertritt die Fake News, dass die Bundeswehr „kaputt gespart“ wurde und tritt für immer höhere Militärausgaben ein. Sie unterstützt damit die Ausgabensteigerung für die Bundeswehr, die laut Pistorius demnächst schon 3,5 % vom BiP betragen soll.
Die AfD fordert eine starke Bundeswehr aber nur mit Militärgerät aus deutscher Produktion, also ganz patriotisch.
Die Afd lehnt Bestrebungen ab, die Bundeswehr in eine EU-Armee zu integrieren und pocht, wie für Nationalisten typisch, für eine eigenständige Militärmacht Deutschland.
Plakat des Antikriegsbündnis Aachen
Die AfD fordert die Wiedereinführung der Wehrpflicht und geht darin über die Pläne der Ampelpolitiker hinaus – aber natürlich nur für Männer.
Die AfD unterstützt die Abschaffung der „Zivilklauseln“ an den Hochschulen, mit denen sich in Deutschland 70 Hochschulen, darunter auch die RWTH und FH Aachen selbst verpflichtet haben, nur für den Frieden und nicht für militärische Ziele zu forschen.
Und natürlich tritt auch die AfD dafür eine, dass Bundeswehroffiziere in den Klassenzimmern für das Kriegshandwerk werben können, um die Kinder kriegstüchtig zu machen.
Fazit: Die militärpolitischen Forderungen gleichen denen der ehemaligen Ampelparteien und der CDU/CSU-Opposition und gehen bei der Wehrpflicht und der Abschaffung der Zivilklausel an Hochschulen darüber hinaus.
Die AFD steht nicht für Frieden, sondern für eine von USA und EU unabhängige Militärmacht Deutschland.
Der AfD geht es nicht um Frieden, sondern um die militärische Eigenständigkeit Deutschlands. Wer mit der AfD demonstriert, marschiert für ein rassistisches Deutschland, das sich endlich wieder die militärische Stärke zurückerobert, die seinen Überlegenheits-Phantasien und seinem Größenwahn gerecht wird.
Lasst uns gemeinsam gegen die Militarisierung der Gesellschaft und eine „Kanonen statt Butter“-Politik eintreten und gegen alle Parteien protestieren, die bei Konflikten nur auf Kriegslogik setzen und bis zum Ende des Jahrzehnts den Rüstungsetat von jetzt ca.90 Mrd. auf 150 Milliarden erhöhen wollen.
Vergleicht man die Erklärung der SPD, mit er sie am 4.8.1914 im Reichstag den Kriegskrediten zugestimmt hat, dann findet man sich wieder im Jahre 2024:
Hochrüstung gegen Russland ist nötig, um die Freiheit und Kultur Deutschlands gegen die Despotie zu verteidigen. Hier eine Übersicht:
Schon am 1.8.1914 erklärte das Deutsche Reich Russland den Krieg!
1.8.2024 2024 Aachen, 17 Uhr 30 am Geldbrunnen.
Rede des Antikriegsbündnis‘ Aachen
Vor 110 Jahren, am 1.August 1914, erklärte der deutsche Kaiser Wilhelm II Russland den Krieg. Nach dem Mord an dem österreichischen Thronfolger Franz-Ferdinand am 28. Juni 1914 hatte Deutschland Österreich einen Blanko-Scheck für den militärischen Beistand bei einem Krieg gegen Serbien und dessen Schutzmacht Russland ausgestellt.
Erwartet wurde ein kurzer und regional begrenzter Krieg gegen Serbien. Das Ergebnis aber war der 1. Weltkrieg, der 4 Jahre dauerte und 10 Millionen Soldaten und 7 Millionen Menschen das Leben kostete.
Gab es noch wenige Wochen vor Kriegsbeginn mächtige Antikriegsdemonstrationen französischer und deutscher Arbeiter, organisiert von den Sozialdemokraten, so stimmten die sozialdemokratischen Führer schließlich in nationaler Verantwortung in die Bedrohungs-Hysterie ein, die von Politikern und Massenmedien befeuert wurde.
Am 4. August kam es im Reichstag zur berüchtigten Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten.
Wie begründete die SPD diesen Kurswechsel in der Reichstagsrede?
man „befinde sich in einer Schicksalsstunde“ hieß es 1914. Heute spricht Scholz von einer „Zeitenwende“
Man müsse hochrüsten, um eine „Invasion Russlands“ zu verhindern, hieß es 1914. Heute spricht Frau Baerbock davon, dass „die größte Gefahr für unseren Frieden und unsere Freiheit in Europa ist (…) das russische Regime“ sei. (Baerbock, 14.6.23 ZDF)
Damals wurde Russland als „Despotie“ bezeichnet, heute titelt das ZDF eine Sendung über Russlands Präsidenten: „Putin- der gefährliche Despot“ (ZDF 18.5.2022)
Es gibt noch mehr Parallelen in der deutschen Politik zwischen 1914 und 2024:
Auch die Führungsrolle Deutschlands als Großmacht wird wie damals auch heute von Sozialdemokraten und Union ohne Hemmungen gefordert: „Lars Klingbeil tritt für eine Führungsrolle Deutschlands in der Welt ein“ meldete das Partei-Organ der SPD „VORWÄRTS“ am 5.Juli 2022.
Klingbeil sagte: „Wir (müssen) immer wieder nach innen begründen, warum diese neue deutsche Führungsrolle wichtig ist. In einer hoch-globalisierten Welt ist es auch für uns in Deutschland von großer Bedeutung, was auf der anderen Seite der Erde passiert.“
Jetzt verstehen wir auch, warum unsere Berliner „Fortschrittskoalition“ Kriegsschiffe wie aktuell die Fregatte „Baden-Württemberg“ in das Südchinesische Meer entsendet und Boris Pistorius tönt „Präsenz zählt im Indopazifik“ … Wir wollen Flagge zeigen für die „Regelbasierte Ordnung“ gegen China. (Deutschlandfunk 1.8.24).
Und auch heute wird hochgerüstet und wieder gegen Russland. Aus der Tatsache, dass Russland den Krieg gegen die Ukraine begonnen hat, wird von Regierung und Medien der Schluss gezogen, dass Russland als Nächstes NATO-Staaten angreifen wird. (Auf die Vorgeschichte und die Mitverantwortung von NATO und Ukraine am Krieg einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen). Angesichts eines militärischen Kräfteverhältnisses von 14 zu 1 zugunsten der NATO eine völlig abwegige Behauptung. „Einem Russland, das bereits in der Ukraine große Schwierigkeiten hat, seine militärischen Ziele zu erreichen, und von dem zugleich viele, die eine Zeitenwende fordern behaupten, es könne gegen die Ukraine verlieren, zugleich eine konkrete Bedrohung für Staaten der Nato zu unterstellen, passt nicht recht zusammen, so der Politologe Professor Johannes Varwick. (https://johannes-varwick.de)
Die Lösung des Konfliktes liegt nicht in Aufrüstung und Kriegsvorbereitung, sondern bei Diplomatie und Verhandlungen..
Wer „Kriegstüchtigkeit“ statt „Friedenswilligkeit“ fordert, verschärft die Kriegsgefahr.
Wer wie die Regierungsberaterin Frau Major fordert, dass die neuen US-Langstreckenraketen in Deutschland installiert werden müssen, weil nur dann ein Präventivangriff auf Russland möglich sei, spielt mit dem Feuer.
„So hart es klingt: Im Ernstfall müssen Nato-Staaten auch selbst angreifen können, zum Beispiel um russische Raketenfähigkeiten zu vernichten, bevor diese Nato-Gebiet angreifen können, und um russische Militärziele zu zerstören, wie Kommandozentralen.“ am 19.7.2024 im Handelsblatt
Friedenspolitik statt Kriegsvorbereitung ist die Lehre aus der Katastrophe des 1. Weltkriegs.
Deshalb sollten sich die von der Bundeswehr umworbenen Jugendlichen gegen den Kriegsdienst in der Armee entscheiden und sich als Vorbild den Schwergewichtsboxer Mohammed Ali nehmen, der den Kriegsdienst trotz Gefängnisstrafe verweigerte. Er sagte 1967: „Mein Gewissen erlaubt es mir nicht, einen Bruder zu erschießen. Wofür sollte ich sie erschießen?“
Auf Anordnung der Polizei mussten di verwundten Soldaten „umgelegt werden.“
Am „Tag der Bundeswehr“ in Aachen informierten wir die AachenerInnen mit Flugblättern und einer satirischen antimilitaristischen Aktion über die Hochrüstung und Kriegsvorbereitungen (Kriegstüchtigkeit) der Ampel-Regierung.
8.Juni 20248.Juni20248. Juni 2024 Aachen, 8.6.2024
Doppelte Standards sind ein Markenzeichen der Ampel-Regierung. Ob es die Ignoranz gegenüber russischen Sicherheitsinteressen, die bedingungslose Unterstützung Israels, die fehlende Empathie gegenüber den Menschen in Gaza oder die Unterstützung Julian Assanges geht. Letzterer hat die Kriegsverbrechen der USA enthüllt, da ist Scholz natürlich Partei für die USA und Frau Baerbock schweigt.
Die IG-Metall rüstet auf: Beachten Sie unsere Stellungnahme zum gemeinsamen Positionspapier der IG-Metall mit dem SPD-Wirtschaftsforum und dem „Bundesverband der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie“ am Ende der satirischen Plakat-Serie.
Deutschland macht sich mitschuldig am Vernichtungskrieg Israels gegen die Menschen in Gaza!
Ein Angriff Russlands auf NATO-Staaten ist angesichts des militärischen Kräfteverhältnis unwahrscheinlich. Die Bedrohungshysterie dient einzig der Rechtfertigung der gigantischen Hochrüstung und Herstellung der „Kriegstüchtigkeit“! Die NATO-Osterweiterung eine Provokation und Einkreisung Russlands!
Todsichere Jobs bei der Bundeswehr!
Wieder: Kanonen statt Butter! Die Ampel rüstet hoch auf Kosten der Sozialen Leistungen in Pflege, der Bildung, des Wohnungsbaus etc.
Das „100-Milliarden Sondervermögen“ ist eine Kriegsanleihe und muss über Sozialabbau und die steuerliche Belastung der Arbeitenden an die Kreditgeber der Banken zurückbezahlt werden.
13 Milliarden Zinsen gehen an die Banken und Riesenprofite an die Rüstungsindustrie.
Gemeinsam mit dem SPD-Wirtschaftsforum und dem „Bundesverband der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie“ hat sich der IG Metall-Vorstand der Hochrüstungspolitik der Ampel-Regierung angeschlossen. Hier die Stellungnahme des Antikriegsbündnisses Aachen:
In Köln finder am 24.2.2024 eine NRW-weiten Kundgebung und Demonstration statt.
Gefordert wird dort ein Waffenstillstand, das Ende der Waffenlieferungen und Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs, der sich am 24.2. zu zweiten Mal jährt. Aus Aachen fahren wir mit dem Zug nach Köln, Treffen am Bahnhof um 12.35 Uhr, Abfahrt: 12.51 Uhr (Aufruf im Anhang)
Statt endlich auf Diplomatie und Waffenstillstand zu setzen, beteiligt sich die Ampelregierung an militärischen Drohgebärden, weiteren Waffenlieferungen und gigantischer Hochrüstung.
In einem Interview äußerte kürzlich der Verteidigungsminister Boris Pistorius: „Wir hören fast jeden Tag Drohungen aus dem Kreml…. Wir müssen also einkalkulieren, dass Wladimir Putin eines Tages sogar ein NATO-Land angreift“. Schon das militärische Kräfteverhältnis zwischen NATO und Russland lässt diese These absurd erscheinen. Der Rüstungsetat der NATO beträgt das 14fache des russischen. Die Rüstungsausgaben der NATO betragen 1.232 Milliarden Dollar, die russischen liegen bei 86,4 Milliarden (SIPRI-Zahlen für 2022). Die Anzahl der NATO-Soldaten lag 2023 bei 5.817.100, die Russland bei 1.330.000 (Statista)
Mit seinen Äußerungen verknüpfte Pistorius auch seine bekannte Ankündigung, die Bundeswehr müsse “kriegstüchtig“ werden. Da kommt die Wahlkampfdrohung von Donald Trump gerade recht, der die NATO-Staaten nicht mehr „schützen“ wolle , wenn sie Ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkämen. Jetzt müsse man ja in Europa die militärische Großmacht anstreben, weil man sich auf die USA nicht mehr verlassen könne, so Politik und Medien. Die CDU fordert das Sonder“vermögen“ für Rüstung von 100 auf 300 Milliarden erhöhen. Frau Barley (SPD) schließt EU-Atombomben nicht aus…..
Größtes Manöver ever „Steadfast Defender“
Seit Mitte Februar führt die NATO ihr größtes Manöver „Steadfast Defender“ (übersetzt: standhafter Verteidiger) seit Ende des kalten Krieges durch.
90 000 Soldatinnen und Soldaten aus allen 31 NATO-Staaten sowie dem künftigen NATO-Land Schweden werden teilnehmen. Rund 50 Marineschiffe, 80 Flugzeuge und über 1 100 Kampffahrzeugen werden aufgeboten. Der Feind der Kriegsübungen? Natürlich und ausdrücklich: Russland.
Während des Manövers werden auf deutschem Gebiet große Militärkonvois verlegt. Deutschland ist die Drehscheibe. Der Bundeswehrverband spricht von der „Zeitenwende zum Anfassen“
Folgende Aspekte dieser massiven Militäraufmärsche an den Grenzen Russlands bleiben in der Öffentlichkeit meist unbeachtet:
Die negativen klimatischen Auswirkungen, die enormen Kosten dieser Manöver und die Ein-Nordung der Bevölkerung auf die „Kriegsbereitschaft“. „Es ist an der Zeit, dass die Gesellschaften der NATO-Staaten sich klar machten, dass „Krieg und Kampf“ nicht allein Sache einer professionellen Armee sind. Die NATO muss sich vielmehr gesamtgesellschaftlich auf einen Krieg einstimmen“ (Admiral Bauer, Vorsitzende des NATO-Militärausschusses)
Und warum das Ganze? Weil der russische Präsident eine NATO Land überfallen will?
Wir erinnern daran, dass 2021 Präsident Putin der USA und den NATO-Staaten Verhandlungen über die beiderseitigen Interessen in Europa gemacht hat. Dazu gehörte auch, dass die Ukraine kein NATO Mitglied werden sollte. Die NATO, die seit 2008 daran gearbeitet hat, die NATO mit der Ukraine an die Grenze Russlands zu verschieben, hat darauf nicht einmal reagiert.
Friedenslogik statt Kriegslogik! Für einen sofortigen Waffenstillstand!
Im Oktober hatte das Antikriegsbündnis Aachen in einem Offenen Brief an die Bundesregierung zum Massaker der Hamas in Israel, der Geiselnahme und zum Krieg Israels im Gaza Stellung genommen. Wir hatten das Gemetzel der Hamas gegen Zivilisten in Israel entschieden verurteilt.
Gleichzeitig haben wir auch das militärische Vorgehen Israels, das von Anfang an ohne Rücksicht auf zivile Personen und zivile Infrastruktur vorangetrieben wurde, verurteilt. Unsere zentrale Forderung an die Bundesregierung war das Eintretenfür einen sofortigen umfassenden Waffenstillstand und für die Freilassung aller Geiseln.
Zunächst ist grundlegend festzuhalten:
Israel hat einen unbestreitbaren Anspruch auf die Existenz seines Staates. Den gleichen unbestreitbaren Anspruch auf einen eigenen selbstbestimmten und selbstverwalteten Staat haben auch die Palästinenser.
Seit Oktober ist die Kriegssituation von Seiten Israels weiter dramatisch eskaliert. Der Norden des Gazastreifens ist völlig zerstört, die Lebensgrundlage für die Bewohner, die in den Süden des Gazastreifens vertrieben wurden, ist nicht mehr gegeben. Jegliche Infrastruktur wie Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken, Moscheen und Kirchen wurde durch das israelische Militär zerstört.
Israel macht sich schwerer Kriegsverbrechen schuldig.
Aktuell sind (laut MOH / Statista) 1) vom 08.01.2024) 22 835 palästinensische Zivilisten im Gaza getötet worden. Dabei sind die unter den Trümmern begrabenen Toten nicht einbezogen. 70% der Getöteten sind Frauen und Kinder. Dieser Krieg richtet sich nicht „nur“ gegen die Hamas, sondern gegen die gesamte palästinensische Bevölkerung im Gaza.
Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch Erklärungen der israelischen Regierung:
„Die israelische Armee setzt die Bodenoperationen gegen die Hamas-Präsenz in allen Teilen des Gazastreifens fort und weitet sie aus“, sagte der israelische Militärsprecher Rear Adm. Daniel Hagari am Sonntag (10.12.2023) bei einer Pressekonferenz.
Das bedeutet, die Kriegshandlungen werden immer weiter auch in den Süden des Gaza ausgeweitet. Selbst von Israel als sichere Orte ausgewiesene Gebiete wie die Grenzstadt zu Ägypten, Rafah, werden bombardiert. Gleichzeitig sind die Menschen von Hilfe von außen annähernd völlig abgeschnitten. Es fehlt an Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten etc. Immer mehr Krankheiten breiten sich aus.
Und die deutsche Bundesregierung redet noch immer vom „Selbstverteidigungsrecht“ Israels und unterstützt kritiklos dieses Vorgehen. Deutschland rechtfertigt in der EU am entschiedensten das grausame Vorgehen der israelischen Truppen, während etwa Spaniens Präsident Sanchez und EU-Ratspräsident Michel das israelische Vorgehen scharf kritisieren.
Insgesamt findet ein besorgniserregender Abbau von Meinungsfreiheit und Demokratie statt.
Wir lehnen das mörderische, menschenverachtende Vorgehen im Krieg Israels gegen die Palästinenser entschieden ab.
Gewalt kann nie die Lösung sein. Nur im Ende aller Gewaltanwendung und einem Waffenstillstand mit Friedensverhandlungen sehen wir eine Lösung für diesen Konflikt.
Wir fordern die Bundesregierung auf:
bei der israelischen Regierung darauf hinzuwirken, die Bombardements des Gaza- Streifens sofort einzustellen. Ein sofortiger Waffenstillstand ist nötig! Sie muss darauf drängen, dass Gaza sofort wieder mit Strom, Wasser und Lebensmitteln versorgt wird und medizinische Ausrüstung erhält.
Abstand zu nehmen von Waffenlieferungen an Israel und sie darf in keinem Fall militärisch intervenieren.
sich endlich dafür einzusetzen, dass die Besatzung palästinensischer Gebiete beendet und an der Einrichtung der 2-Staaten-Lösung gearbeitet wird.
Nur durch diplomatische Bemühungen und Friedensverhandlungen kann eine dauerhafte Lösung für alle Seiten gefunden werden. Ohne einen selbständigen Staat Palästina ist ein Frieden in Nahost unmöglich!
Aachen, Januar 2024, Antikriegsbündnis Aachen
1)Die Zahlen zu den Todesopfern und Verletzen beruhen laut UNOCHA (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) auf den Angaben der einzelnen Kriegsparteien und individuellen Zählungen. Die jeweilige Datenquelle ist im Sinne der Transparenz über die Hinweise und Anmerkungen kenntlich gemacht. Grundsätzlich muss bei Statistiken aus dem unmittelbaren Kriegs- und Konfliktgeschehen beachtet werden, dass eine objektive Zählung häufig kaum möglich ist und auf Schätzungen zurückgegriffen werden muss. Gleichzeitig nutzen die unterschiedlichen Konfliktparteien immer wieder Zahlen und Daten selektiv für ihre eigenen Interessen.
Das Antikriegsbündnis Aachen verurteilt das brutale Vorgehen der Hamas und das von ihr angerichtete Massaker in Israel. Die jahrzehntelange Unterdrückung der Palästinenser durch Israel kann diese Taten nicht rechtfertigen. Die Ermordung von über 1000 unbewaffneten Zivilisten ist ein terroristischer Akt. Unsere Solidarität gilt den Opfern.
Wir verurteilen aber, wie auch UN-Generalsekretär Guterres, die Reaktionen der israelischen Regierung. Die massiven Bombardierungen Gazas haben nichts mit Selbstverteidigung zu tun, sie sind Kriegsverbrechen und ein klarer Bruch des Völkerrechts. Auch die nochmalige Verschärfung der Blockade Gazas ist eine illegale kollektive Bestrafung der Zivilbevölkerung, vor der nicht im Namen einer falsch verstandenen Solidarität die Augen verschlossen werden dürfen.
Doch genau das tut die Bundesregierung: Sie übermittelt der israelischen Regierung ihre bedingungslose Solidarität, einschließlich militärischer Unterstützung. Sie stärkt damit die Hardliner und nimmt dabei auch noch die Gefahr in Kauf, dass es zu einer Ausweitung der Kriegshandlungen auf den Libanon oder gar den Iran kommen könnte.
Jahrzehntelang hat Deutschland keinerlei ernsthafte Kritik an der israelischen Besatzungs- und Siedlungspolitik geübt und nichts unternommen, um eine politischen Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu erreichen. Deutschland hat aber eine Verantwortung, sich für eine Friedenslösung einzusetzen und nicht die israelische Regierung in ihrem zerstörerischen Kurs auch noch zu bestärken. Terror muss verurteilt werden, egal von welcher Seite er verübt wird..
Angesichts dessen ist es völlig unverständlich und kontraproduktiv, dass nun selbst Demonstrationen verboten werden, die ein Ende der Gewalt auf allen Seiten fordern. Skandalös ist es, wenn das Tragen von Palästinensertüchern verboten wird und die Forderung „Free Palestine!“ kriminalisiert wird, wie das die Berliner Schulsenatorin verordnet hat. Selbst kulturelle Veranstaltungen, die das Unrecht der Besatzung thematisieren, werden unterbunden, wie z.B. die Lesung des Kurzromans „Eine Nebensache“ der palästinensischen Autorin Shibli. Es droht die grundgesetzlich verbriefte freien Meinungsäußerung Schaden zu nehmen. Umso wichtiger ist es, den Stimmen israelischer und palästinensischer Aktivist*innen Gehör zu verschaffen, die sich für ein Durchbrechen der militaristischen Logik einsetzen.
Wir fordern:
Deutschland muss bei der israelischen Regierung darauf hinwirken, die Bombardements des Gaza-Streifens sofort einzustellen. Ein sofortiger Waffenstillstand ist nötig! Sie muss darauf drängen, dass Gaza sofort wieder mit Strom, Wasser und Lebensmitteln versorgt wird und medizinische Ausrüstung erhält.
Deutschland muss Abstand nehmen von Waffenlieferungen an Israel und darf in keinem Fall militärisch intervenieren.
Deutschland muss sich endlich dafür einsetzen, dass die Besatzung palästinensischer Gebiete beendet und an der Einrichtung der 2-Staaten-Lösung gearbeitet wird. Die 2-Staaten-Lösung ist bei den bisherigen Bemühungen an der Ablehnung durch Israel gescheitert ist.
Nur durch diplomatische Bemühungen und Friedensverhandlungen kann eine dauerhafte Lösung für alle Seiten gefunden werden. Ohne einen selbständigen Staat Palästina ist ein Frieden in Nahost unmöglich.
Der Offene Brief wird an die Bundesregierung und Mandatsträger:innen in Aachen verschickt
Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung, nämlich 52 % ist gegen die Lieferung der Marschflugkörper TAURUS an die Ukraine. Mehrheitlich ist die Bevölkerung für Waffenstillstand und Verhandlungen statt weiterer Kriegseskalation. An der Spitze derjenigen, die die Taurus-Lieferungen befürworten, sind die Wähler und Wählerinnen der GRÜNEN mit 68 % dafür.
Die GRÜNEN haben sich von Pazifisten zu Kreuzrittern in altkolonialer Manier und Kulturbringern des 21.Jahrhunderts entwickelt.
Sie wähnen sich als die moralisch Guten, doch wir bleiben dabei: Wer statt Waffenstillstand und Verhandlungen die Kriegseskalation unterstützt, ist kein Guter!!
Kanzler Scholz bezeichnete Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner am 18.8. in München als „gefallene Engel aus der Hölle“!
Der bekannteste „gefallene Engel“ war laut christlicher Lehre der Teufel!
Psychologische Kriegsführung
Diese Umwertung von Gut zu Böse hat Methode. Wir kennen es aus der psychologischen Kriegsführungs-Rethorik der Regierenden:
Wer ein Pazifist ist, ist ein Lump, oder laut Scholz gar ein Teufel
Wer für Waffenlieferungen und Krieg statt Diplomatie ist, ist für Frieden
Wer Kriegskredite und Schulden macht, kreiert ein Sondervermögen
Wer die Bundeswehr in Kriege schickt, ist für einen robusten Stabilisierungseinsatz im Interesse der Überfallenen
Wer Bundeswehrsoldaten wieder in Schulen schickt, wirbt für die Friedensaktivisten in Uniform
Wer an den Hochschulen für Vernichtungswaffen forschen lassen, hat nur edle Motive.
Kognitive Kriegsführung
Diese Sprachmanipulationen dienen der Umwertung bekannter Begriffe und sollen auf Dauer eine neue Vorstellung von Wirklichkeit schaffen. Das ist psychologische, hybride Kriegsführung gegen Kriegsgegner, Pazifisten und alle Humanisten, für die Krieg einen zivilisatorischen Bankrott darstellt.
Dieser tagtäglich auf uns einprasselnden Propaganda von Regierenden und Medien, man denke nur an die Talkshows mit den immergleichen „Experten“, die zu 90% für Krieg und Sozialabbau werben, müssen wir widerstehen! Beispiel: In 2022 traten die rechten Politiker Norbert Röttgen 21 mal, Robin Alexander (WELT) 19 mal, Strack-Zimmermann und Klingbeil (rechter SPDler) je 17 mal auf.
Die Kognitive Kriegsführung der NATO
Derzeit findet auf allen Ebenen unserer Gesellschaft eine hochmoderne Kriegsführung statt, welche mit den fortschrittlichsten Waffen geführt wird und jeden Menschen tagtäglich betrifft. Es handelt sich dabei um die sogenannte „Kognitive Kriegsführung“ („Cognitive Warfare“), welche unter diesem Namen seit 2020 bzw. 2021 als offizielles Programm der NATO verstärkt vorangetrieben wird. https://overton-magazin.de/top-story/die-kognitive-kriegsfuehrung-der-nato/
Während die NATO bisher fünf Domänen oder Kriegsschauplätze für ihre Kampfhandlungen festgelegt hat, zu Wasser, zu Lande und in der Luft sowie seit 2016 das Internet und seit 2019 den Weltraum, so diskutiert sie nun, einen neuen, sechsten Kriegsschauplatz zu definieren, auf dem mit den Manipulationswaffen der Kognitiven Kriegsführung gekämpft wird: den Menschen selbst. Er soll entweder „Kognitive Sphäre“ heißen oder „Menschliche Sphäre“. Hier rücken unsere Gedanken, Gefühle und unsere Handlungen ins Zentrum der Kriegshandlungen, mit dem erklärten Ziel einer möglichst vollständigen Kontrolle all dessen, was uns als Menschen ausmacht. Für die NATO ist die Kognitive Kriegsführung daher „eines der heißesten Themen im Moment“
Schluss mit der Diffamierung und Einschüchterung von Kriegsgegnern und Pazifisten.
Schluss mit der Diffamierung und Einschüchterung von Kriegsgegnern und Pazifisten. Schluss mit der Dämonisierung Russlands und russischer Menschen. Für Völkerfreundschaft! Gegen die Militarisierung der Gesellschaft!
Wir rechtfertigen nicht Russland Einmarsch in die Ukraine und verurteilen diesen Krieg. Wir sehen aber auch, dass dieser Krieg ein Stellvertreterkrieg ist, der mit den Waffen des Westens bis zum letzten Ukrainer geführt werden soll.
Russland hätte die militärische Einkreisung durch die Nato nicht mit einem Angriff auf die Ukraine beantworten dürfen. Die Verschiebung der Kräfteverhältnisse auf der Erde hin zu einer multipolaren Weltordnung, hätte andere Wege geboten, Russlands Sicherheitsinteressen zu vertreten als dieser furchtbare Krieg.
Hauptfeind CHINA
Deutschland verschärft mit den Waffenlieferungen einen Krieg, der im US-Interesse der Aufrechterhaltung der unipolaren Weltordnung dient. Die Bundesregierung unterstützt den langfristigen Plan der USA, sich nach der versuchten Ruinierung Russlands gegen das wirtschaftlich und technologisch erfolgreiche China zu wenden.
Die USA behaupten, die wirtschaftlichen und technischen Erfolge Chinas gefährden ihre „Nationale Sicherheit“. Tatsächlich geht es den USA aber um gefährdete Profite für Konzerne. China soll wegen seiner Entwicklung zu einer technologischen Weltmacht abgestraft werden, noch mit Sanktionen. Schon aber drohen die USA mit Krieg gegen China. Und wie immer klinken sich die Medien in die antichinesische Hetze ein, behaupten eine immer aggressivere Poiltik Chinas, obwohl jeder und jede sehen kann, dass es die USA sind, die China aggressiv attakieren. Der SPIEGEL macht hier den Einpeitscher und lässt den US-Politiker Elbrich Colby zu Wort kommen:
„Xi ist viel gefährlicher als Putin, weil China mächtiger ist…..Europa müsse militärisch mehr im Kampf gegen Putin investieren, denn „Jede Granate und jede Patrone, die in der Ukraine verschossen wird, steht uns nicht zur Abschreckung Pekings zur Verfügung. Unsere Verteidigungsindustrie kann für die absehbare Zukunft nicht beides leisten.“
Wo bleiben hier kritische Äußerungen der Bundesregierung, wenn die Atommacht USA der Atommacht China mit Krieg droht?
Schluss mit der Unterstützung dieser US-Kriegsdrohungen!! Schluss mit der Beteiligung deutscher Kriegsschiffe an Kriegsmanövern im südchinesischen Meer!
Keine Intervention im Niger!
Auch gegen die Drohungen westafrikanischer Vasallenstaaten von Frankreich, einen Krieg gegen den Niger zu führen, hat man keine klare Kritik der Bundesregierung gehört. Es ist Sache der Menschen in Niger, die politischen Verhältnisse im Lande zu gestalten. Und offensichtlich protestieren immer mehr Menschen in den unterentwickelten weil überausgebeutenden Staaten in Westafrika für eine Politik, die ein Ende der neokolonialen Ausbeutung der rohstoffreiche Länder fordert.
Bei Kriegsflüchtlingen muss humanitäre Gleichbehandlung gelten.
Wir begrüßen es, dass über eine Million Menschen aus der Ukraine in Deutschland aufgenommen wurden und hier Unterkunft und Unterstützung erhalten. Das Gleiche wünschen wir uns aber auch für andere Kriegsflüchtlinge, die vor allem aus den Ländern kommen, in denen auch Deutschland militärisch und völkerrechtswidrig interveniert hat, wie in Syrien und Afghanistan, oder wie in der Türkei, wo mit deutsche Waffen Krieg gegen die Kurden geführt.
Bei Kriegsflüchtlingen muss humanitäre Gleichbehandlung gelten.
Der Krieg in der Ukraine hat eine Vorgeschichte
Der Krieg in der Ukraine hat als Vorgeschichte ein Vorrücken der Nato immer näher an Russlands Grenzen, einen Putsch in der Ukraine 2014, eine jahrelange Aufrüstung der Ukraine durch die Nato und eine Sabotage des völkerrechtlich bindenden Minsker Abkommens, das den Bürgerkrieg in der Ukraine beenden sollte.
Die Waffen nieder!Waffenstillstand und sofortige Friedensverhandlungen!
Keine weitere Kriegs-Eskalation durch Waffenlieferungen und Wirtschaftskrieg.
Die Sicherheitsinteressen aller Staaten müssen berücksichtigt werden!
Karl der Große stand nicht für Frieden und Entwicklung, sondern für eine Reichsgründung mit Feuer und Schwert.
Das ukrainische Volk braucht keinen Karlspreis. Das ukrainische Volk braucht wie jedes Volk der Erde Frieden und Wohlstand.
Wie mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung laut einer jüngsten Umfrage wünschen auch wir den Menschen in der Ukraine einen Waffenstillstand und sofortige Friedensverhandlungen.
Wir fordern hier und heute: Die Waffen nieder!
Das Sterben muss beendet werden und das Sterben in der Ukraine beendet man nicht mit noch mehr Waffen und Krieg. Krieg ist ein zivilisatorisches Desaster!!
Wir rechtfertigen nicht Russlands Einmarsch in die Ukraine und verurteilen diesen völkerrechtswidrigen Krieg. Wir sehen aber auch, dass dieser Krieg ein Stellvertreterkrieg ist, der mit den Waffen des Westens bis zum letzten Ukrainer geführt werden soll.
Die Karlspreisverleiher würdigen dagegen mit dem Preis, dass Selenskyj auf Druck des Westens seinen Verhandlungsvorschlag vom März 2022 aufgab, nämlich u.a. den Verzicht auf EU- und NATO-Mitgliedschaft. Sie würdigen, dass Selenskyj weiter mit westlichen Waffen auf Siegfrieden setzt und jegliche Verhandlungen ablehnt.
Die in Aachen versammelten Politiker:innen und Politikerdarsteller:innen nutzen das heutige Event, um eine weitere Eskalation im Krieg voranzubringen: es sollen erneut Panzer und andere Waffen im Wert von 2,7 Mrd € von Deutschland an die Ukraine geliefert werden, was in zynischer Weise als Gastgeschenk tituliert wird.
Wir protestieren gegen die Preisverleihung an Selenskyj, weil das Gebot der Stunde Waffenstillstand und Verhandlungen sind!
Wir begrüßen es, dass über eine Million Menschen aus der Ukraine in Deutschland aufgenommen wurden und hier Unterkunft und Unterstützung erhalten. Das Gleiche wünschen wir uns aber auch für andere Kriegsflüchtlinge, die vor allem aus den Ländern kommen, in denen auch Deutschland militärisch und völkerrechtswidrig interveniert hat, wie in Syrien und Afghanistan.
Bei Kriegsflüchtlingen muss humanitäre Gleichbehandlung gelten!
Der Krieg in der Ukraine hat als Vorgeschichte ein Vorrücken der Nato immer näher an Russlands Grenzen, einen Putsch in der Ukraine 2014, eine jahrelange Aufrüstung der Ukraine durch die Nato und eine Sabotage des völkerrechtlich bindenden Minsker Abkommens, das den Bürgerkrieg in der Ukraine beenden sollte.
Die illustre Runde im Rathaus feiert sich heute als die Verteidigerin von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. Dass das in Ländern, die weit mehr als die Hälfte der Menschheit repräsentieren, durchaus anders gesehen wird, hat die Entwicklung der letzten Monate gezeigt.
Viele Staaten wie China, Indien, Brasilien oder Südafrika rechtfertigen den Krieg nicht, sie liefern aber im Gegensatz zu Deutschland keine Waffen und verhängen keine Sanktionen, sondern fordern Verhandlungen. Sie verweisen zu Recht auf die Unverletzlichkeit von Grenzen und erinnern an die zahlreichen völkerrechtswidrigen Interventionskriege des Westen in den den letzten Jahrzehnten.
Russland hätte die militärische Einkreisung durch die Nato niemals mit einem Angriff auf die Ukraine beantworten dürfen. Die Verschiebung der Kräfteverhältnisse auf der Erde hin zu einer multipolaren Weltordnung, wie sie derzeit bereits stattfindet, hätte andere Wege geboten, Russlands Sicherheitsinteressen zu vertreten als dieser furchtbare Krieg.
Aber auch wenn die Politikergilde im Rathaus mit Absperrungen und Polizeiaufgebot und fast einstimmigem Presseapplaus übermächtig erscheint, vertritt sie in Deutschland und weltweit eine Minderheit:
Wie die Mehrheit der vor wenigen Tagen befragten Bundesbürger:innen fordern wir heute:
Die Waffen nieder!
Waffenstillstand und sofortige Friedensverhandlungen!
Keine weitere Kriegs-Eskalation durch Waffenlieferungen und Wirtschaftskrieg.
Die Sicherheitsinteressen aller Staaten müssen berücksichtigt werden!