Antikriegsbündnis klagt gegen Aachener Polizeipräsidenten

Am Mittwoch den 16. März 2016 wird vor dem Verwaltungsgericht Aachen eine Klage verhandelt, die das Antikriegsbündnis Aachen  (AKB) gegen den Polizeipräsidenten Weinspach eingereicht hat.

Die Vorgeschichte: Seine Beamten haben am 14. Mai 2015, dem Tag der Karlspreisverleihung in Aachen, Detlef Peikert und 10 weitere Personen daran gehindert, die öffentliche Veranstaltung auf dem Marktplatz mit Plakaten des Antikriegsbündnis Aachen  zu betreten.

Das Antikriegsbündnis wollte, auch angesichts der Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Poroschenko an der Preisverleihung, darauf hinweisen, dass deutsche Politik den konfrontativen Anteil gegenüber Russland zurücknehmen sollte.


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Noch 2014 gab es große Proteste gegen den ukrainischen Putsch-Ministerpräsidenten Jazenjuk bei der Karlspreisverleihung an van Rompoy.  Aachens Polizeichef Weinspach will nur noch Jubler auf den Markt lassen. Dagegen klagt nun das Antikriegsbündnis Aachen.

 


 

Die Plakattafeln trugen folgende Aufschriften:

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  • Schluss mit Einkreisungspolitik gegen Russland
  • Frieden mit Russland statt Marsch in den nächsten Weltkrieg!
  • Schluss mit der Dämonisierung Russlands durch Politiker und Medien!
  • Frieden in Europa ist nur mit und nicht gegen Russland möglich!
  • Deutschland raus aus der Nato

Weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Veranstaltung am Markt wollte die Polizei daran hindern, Tafeln „Stoppen Sie TTIP“ zu zeigen.

Das grundgesetzliche Verbot, abweichende Meinungsäußerungen staatlicherseits zu reglementieren, wurde evident missachtet. Eine öffentliche Veranstaltung der Stadt unter freiem Himmel muss nach gültiger Rechtsprechung auch abweichende Äußerungen hinnehmen. Und es ist nicht das erste Mal, dass die Aachener Polizei rechtswidrig demokratisches Engagement unterbunden hat, wie z.B. bei der Verhinderung eines antifaschistischen Blockadetrainings.

Das Antikriegsbündnis klagt auf Feststellung rechtswidrigen Verhaltens der Polizei und will künftige Übergriffe der Polizei gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung unterbinden.

Die öffentliche mündliche Verhandlung findet am

16. März 2016 um 11:30 Uhr im Sitzungssaal A 2.011, Haus A, 2. OG

statt.

Auch künftig muss es möglich sein, Proteste gegen Politiker deutlich zu machen und zwar dort, wo diese öffentlich auftreten, wie etwa 2014 beim Aachen-Besuch von Gauck, der Deutschland  wieder mehr Kriege führen sehen möchte:

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Leidenschaftliche Diskussion mit den Aachener Bundestagsabgeordeten über den deutschen Kriegseinsatz in Syrien

Im vollbesetzten großen Saal des „Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes“ in Aachen diskutierten Aachener Kriegsgegner gestern fast drei Stunden mit den Bundestagsabgeordneten Ulla Schmidt (SPD), Rudolf Henke (CDU) und Andrej Hunko (LINKE) über die deutsche Beteiligung am Syrienkrieg. Eingeladen hatten wir vom Aachener Antikriegsbündnis zusammen mit dem Aachener Friedenspreis und dem Gastgeber.

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Von den Aachener Abgeordneten hatte einzig Andrej Hunko im Bundestag am 4.12.2016 gegen eine deutsche Kriegsbeteiligung gestimmt. Auch in der gestrigen Debatte vertraten Frau Schmidt und Herr Henke die Meinung, dass zwar einzig der politische Prozess zu einer dauerhaften Friedenslösung führen würde, dass sie aber weiter der Ansicht seien, dass „Krieg dazu beitragen könne, dem Recht wieder Geltung zu verschaffen“.

Dies vertraten die beiden Abgeordneten allerdings exklusiv. In zahlreichen Beiträgen aus dem Publikum wurde auf zivile Mittel verwiesen, um die djihadistischen Terrorgruppen IS und Al Nusra zu isolieren. Insbesondere gelte es, die Türkei davon abzuhalten, den Terror zu unterstützen, durch Ölkäufe und insbesondere aber auch durch offene Grenzen für den Nachschub von Waffen und djihadistischen Kämpfern.

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Viele Redner aus dem Publikum wiesen darauf hin, dass der Syrienkrieg eine Folge der „Regime Change“-Politik des Westens sei, so wie dies schon bei den Kriegen gegen den Irak und Libyen der Fall gewesen sei. Dabei sei offensichtlich, dass die terroristischen Banden über Jahre mit Waffen und Geld massiv von westlichen Partnern wie Saudi-Arabien („Saudi-Arabien ist der IS als Staat“ so Hunko), der Türkei und den USA unterstützt wurden.


Videos von der  Veranstaltung:

Teil1

Teil2

Teil 3


 

Deutschland müsse aufhören, die Terrorpaten  Saudi-Arabien, Quatar und die Türkei länger mit Waffen zu beliefern.

Viel Zustimmung gab es für die Ankündigung von Andrej Hunko, dass die Linkspartei die Völkerrechtswidrigkeit des Kriegseinsatze vor dem Verfassungsgericht überprüfen lassen werde.

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Rudolf Gottfried, Antikriegsbündnis, Andrej Hunko, LINKE

Großen Raum nahm die brutale Kriegspolitik der Türkei gegen die kurdische Bevölkerung ein. Andrej Hunko forderte hier von der Bundesregierung ein entschiedenes Vorgehen gegen die Regierung Erdogan. Viel Beifall erhielt er für die Kritik an der Kanzlerin Merkel, die 2 Wochen vor der Parlamentswahl in der Türkei den Präsidenten Erdogan in seinem Palast besucht habe und ihm dadurch offen Unterstützung im Wahlkampf geleistet habe.

Hunko forderte zusammen mit vielen Rednern des kurdischen Volkshauses, dass die syrischen Kurden mit an den Verhandlungstisch in Genf müssten, schließlich seien sie die effektivsten Kämpfer gegen den IS vor Ort. Zudem müsse das PKK -Verbot in Deutschland aufgehoben werden und die türkische Regierung wieder die Friedensgespräche mit den Kurden aufnehmen.

Frau Schmidt betonte, dass sich Deutschland für die Teilnahme der syrischen Kurden an den Genfer Verhandlungen ausgesprochen hätte, allerdings habe man sich nicht durchsetzen können.

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Rudolf Henke, CDU

Positiv aufgenommen wurde die Nachricht von Frau Schmidt, dass es eine parteiübergreifende Initiative von Bundestagsabgeordneten gebe, mit der der Protest deutscher Parlamentarier gegen das Vorgehen Erdogans insbesondere gegen die Chefredakteure der Zeitung Cumhuriet ausgedrückt werden solle.

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Ulla Schmidt, SPD

Allgemein begrüßt wurde die Bereitschaft der Abgeordneten, sich der Diskussion in dieser Form gestellt zu haben. Insbesondere fand Anerkennung, dass Frau Schmidt und Herr Henke der Einladung gefolgt waren, wohl wissend, dass sie in diesem Rahmen eine „Minderheitenposition“ vertreten würden.

Einig war man sich schließlich in der Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation durch den Waffenstillstand und die aktuellen Friedensgespräche.

Wir danken dem „Euregioprojekt – Frieden für die Fotos.

©KHO@euregioprojekt-frieden.org

 

 

Freitag, 4. März: Podiumsdiskussion der Aachener Abgeordneten und des Antikriegsbündnis‘ zum deutschen Kriegseinsatz in Syrien

Deutsche Kriegsbeteiligung in Syrien alternativlos? 

Am 4. Dezember 2016 hat sich der Bundestag mehrheitlich für die Beteiligung Deutschlands am Syrienkrieg ausgesprochen. Deutsche Tornados greifen durch das sogenannte „Targeting“, also die Übermittlung von Angriffszielen an die Kampfflugzeuge der USA, Englands, Frankreichs und anderer Staaten direkt in die Kriegsführung ein. Zudem hat sich die Fregatte „Augsburg“ einem multinationalen Verband um den französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ angeschlossen.

Dem Bundestagsbeschluss vorausgegangen war eine per Akklamation auf der Antikriegsdemo am 3.12.2016 in Aachen verabschiedete Resolution an die Abgeordneten, sich bei der Abstimmung im Bundestag am 4.12.2016 GEGEN eine deutsche Beteiligung am Syrienkrieg auszusprechen. Zentrales Argument der Kriegsgegner: Krieg schaffe nur weiter Terror und Elend, stattdessen müsse der IS isoliert werden, insbesondere vom Nachschub mit Waffen und Kämpfern über die Türkei.

Die Abgeordneten Ulla Schmidt (SPD) und Rudolf Henke (CDU) vertraten in einer gemeinsamen Erklärung u.a. die Ansicht :

"Es ist unausweichlich, dass nach dem Ansatz der 
vernetzten Sicherheit, neben wirtschaftlichen und 
politischen Mitteln auch das Militär eingesetzt 
werden muss (...)."

Bei der Abstimmung im Bundestag hat dann mit NEIN gestimmt Andrej Hunko von der LINKEN. Für die Kriegsbeteiligung haben gestimmt Ulla Schmidt (SPD) und Rudolf Henke (CDU).

Das Antikriegsbündnis Aachen hat die Abgeordneten zu einer öffentlichen Diskussionsrunde zum Syrieneinsatz deutscher Streitkräfte aufgerufen. Dieser Einladung sind die drei Abgeordneten gefolgt. Die Podiumsdiskussion findet statt am kommenden Freitag

4. März 2016 um 19 Uhr im
Haus der Evangelischen Kirche Frère Rogerstr. 8-10 in Aachen

Teilnehmer: Die Aachener Bundestagsabgeordneten Ulla Schmidt (SPD), Rudolf Henke (CDU), Andrej Hunko (LINKE) und Rudolf Gottfried (Antikriegsbündnis Aachen)

Veranstalter: Antikriegsbündnis Aachen (AKB), Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Aachen, Aachener Friedenspreis

 

 

Dokumentiert:

1. Aufforderung an die Aachener Abgeordneten gegen den Kriegseinsatz in Syrien zu stimmen.

An Frau Schmidt, (SPD); Herrn Henke, (CDU); Herrn Hunko, (LINKE); Herrn Krischer (GRÜNE)

Sehr geehrte Abgeordnete,

morgen werden Sie im Bundestag für oder gegen den deutschen Kriegseintritt in Syrien abstimmen.

Wir, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Antikriegskundgebung in Aachen am Vorabend der Abstimmung im Bundestag, ersuchen Sie, folgende Punkte bei Ihrer Entscheidung für oder gegen den Krieg in Syrien in Betracht zu ziehen:

  1. Bedenken Sie, dass Solidarität mit den Opfern der Terroranschläge und den tausenden Opfern des IS-Terrors in Syrien nicht mit Kriegterror ausgedrückt werden sollte. Krieg ist keine Antwort auf Terror, sondern selbst Terror, der die Verletzung und Tötung von Zivilisten hinnimmt.

  1. Bedenken Sie, dass der Weg der militärischen Gewalt sich als Irrweg herausgestellt hat. Seit dem sog. „War on Terror“ gab es keinen Sieg über den Terror, sondern ein starkes Anwachsen der terroristischer Gruppen.

  1. Bedenken Sie, dass der Weg der militärischen Gewalt der USA und ihrer Verbündeten, darunter auch Deutschland, weder Demokratie noch Frieden gebracht hat, sondern das Gegenteil: Hunderttausende Tote, Millionen Flüchtlinge, die Zerschlagung staatlicher und industrieller Strukturen und ein starkes Anwachsen der terroristischen Gruppen. Die Ausweitung des Krieges nun auch durch deutsche Truppen wird dies nur noch verschlimmern.

  1. Bedenken Sie, dass der Kriegseintritt Deutschlands eher zu Solidarisierungseffekten mit den Terroristen führen und die Wahrscheinlichkeit von Anschlägen in Deutschland erhöhen wird.

  1. Bedenken Sie, dass der IS nur handlungsfähig ist, weil Geldgeber aus den Golfstaaten ihn massiv fördern, weil über die Türkei ungehindert tausende neue Kämpfer zum IS gelangen, weil durch den Öl-Handel über die Türkei täglich Millionen Dollar verdient werden. Damit muss Schluss sein. Es muss politischer Druck auf die islamistische Regierung in der Türkei ausgeübt werden muss, damit diese die logistische und materielle Unterstützung des IS beendet.

  1. Bedenken Sie, dass der IS deshalb für Jugendliche aus den Ghettos der europäischen Metropolen so attraktiv ist, weil er ihnen, den Arbeitslosen, Perspektivlosen, Gedemütigten und Ausgeschlossenen Teilhabe an Stärke und Respekt verheißt. Die vielen Milliarden, die die Kriege kosten, müssen in Ausbildung und Jobs für die soziale und politische Integration dieser Jugendlichen investiert werden.

  1. Bedenken Sie, dass Krieg die Fluchtursachen Nr. 1 ist. Tragen Sie nicht durch ein JA zum Krieg dazu bei, dass noch mehr Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

Wir fordern Sie auf, morgen gegen den Kriegseintritt Deutschlands zu stimmen.

Krieg ist kein Mittel, um den Terror zu besiegen! Krieg ist selbst Terror! Krieg schafft Terror!

Verabschiedet am 3.12.15 in Aachen

2. Gemeinsame Stellungnahme von Ulla Schmidt (SPD) und Rudolf  Henke (CDU)

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Ganzer Text:

Gemeinsame Antwort von Ulla Schmidt und Rudolf Henke

3. Antwort des Antikriegsbündnisses:

Sehr geehrte Frau Schmidt, sehr geehrter Herr Henke

stellvertretend für die Unterstützer unserer Resolution, mit der wir Sie um eine NEIN bei der Abstimmung am 4.12.2015 im Bundestag gebeten haben, bedanke ich mich für Ihre ausführliche Stellungnahme. Wir erlauben uns einige Anmerkungen: Sie schreiben in Ihrer Stellungnahme: „Es ist unausweichlich, dass nach dem Ansatz der vernetzten Sicherheit, neben wirtschaftlichen und politischen Mitteln auch das Militär eingesetzt werden muss (…).“

Damit sind wir beim Kern unserer Differenz. Die Geschichte der Nahostkriege der letzten Jahre hat gezeigt, dass Krieg keinen Frieden schafft, auch nicht „eingebettet in Diplomatie“.

Die Zahl der Anhänger terroristischer Gruppen wie dem IS hat sich seit Beginn der Kriege vervielfacht. Die Bombardements selbst sind Terror, unter dem insbesondere die Zivilbevölkerung leidet. Dies führte und führt zu Solidarisierungen vieler Menschen mit den Terroristen. Dem Rechnung tragend hatten unsere Antikriegsdemonstrationen in Aachen u.a. auch die Losung „Krieg ist Terror – Krieg schafft Terror!
Dass es auch anders geht, Krieg nicht „unausweichlich“ ist, wie Sie postulieren, zeigt die italienische Regierung, die sich nicht dem Kriegseinsatz in Syrien angeschlossen hat. So sagte Ministerpräsident Renzi laut Tagesschau vom 13.12.2015: „Man könne nicht einfach losziehen, ein paar Bomben werfen und glauben, man habe das Problem gelöst. Die Mörder von Paris seien nunmal in Europa geboren und aufgewachsen, so Renzi.“

Renzi spricht hier einen ganz wichtigen Punkt an. Viele IS-Terroristen stammen aus den europäischen Metropolen, daher heißt es in unserer Resolution an Sie:

„Bedenken Sie, dass der IS deshalb für Jugendliche aus den Ghettos der europäischen Metropolen so attraktiv ist, weil er ihnen, den Arbeitslosen, Perspektivlosen, Gedemütigten und Ausgeschlossenen, Teilhabe an Stärke und Respekt verheißt. Die vielen Milliarden, die die Kriege kosten, müssen in Ausbildung und Jobs für die soziale und politische Integration dieser Jugendlichen investiert werden.“

Leider fehlt hierzu eine Antwort Ihrerseits. Auch Ihnen ist sicher bewusst, dass sich 10 Jahre nach den Aufständen in den Banlieus Frankreicht für die Menschen dort NICHTS geändert hat.

Freundliche Grüße Rudolf Gottfried

für das Antikriegsbündnis Aachen

Aachen: Protestdemo gegen die Kriegspolitik der Türkei gegen die Kurden

Auf einer kämpferischen Demonstration in Aachen mit ca. 300 Teilnehmern stand die Kritik an der Unterstützung der Bundesregierung für den Kriegsterror der Türkei  gegen Kurdistan im Mittelpunkt. Aufgerufen  zur Demo hatten das Aachener Antikriegsbündnis, Das Kurdische Volkshaus Aachen und der Aachener Friedenspreis.

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Die Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und Andrej Hunko (siehe Bild oben) nahmen an der Demonstration teil und verurteilten in Ihren Redebeiträgen, dass die Bundesregierung den Terrorpaten Erdogan hofierten, statt ihn zu isolieren. Die Türkei trage selbst durch den Krieg gegen die Kurden dazu bei, dass immer mehr Menschen flüchten müssten. So seien die ersten Flüchtlinge aus Kurdistan mittlerweile in Griechenland angelandet.

Zudem wurde von den Abgeordneten verurteilt, dass seit Jahren über die Türkei tausende djihadistische Kämpfer nach Syrien einsickerten, um sich den Terrorgruppen von IS und Al-Nusra anzuschließen. Über die Türkei laufe sowohl die logistische und militärische Unterstützung der Djihadisten in Syrien, als auch Abverkauf von Erdöl, wodurch sich die Terrorbanden finanzierten.

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Frau Dagdelen und Herr Hunko wiesen auch darauf hin, dass sich Deutschland durch die Entsendung von Soldaten und Tornados immer mehr im Syrienkrieg engagiere. Es sei ein Skandal, dass auch der NATO-Partner Türkei die Zielkoordinaten der deutschen „Aufklärer“ erhalte, dies müsse gestoppt werden. Hier das Video mit der Rede von Frau Dagdelen: Rede von Sevim Dagdelen

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Andrej Hunko forderte, dass auch die PKK und Abdullah Öcalan in den Friedensprozess in Kurdistan eingebunden werden müsse. Auch müssten die Vertreter der syrischen Kurden in den Friedensprozess für Syrien eingebunden werden.

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Für den Aachener Friedenspreis  hielt der langjährige Vorsitzende Gerhard Diefenbach eine Grußadresse, aus der wir hier zitieren:

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Der Aachener Friedenspreis fordert die Aachener Bundestagsabgeordneten auf, aus Aachen die Botschaft und die Forderungen an die Bundesregierung mit nach Berlin zu nehmen:
– die Unterstützung der Kriegspolitik und die Waffenlieferungen an die Türkei zu beenden;
– Ankara zu drängen, die Bombardierungen der eigenen Bevölkerung sofort einzustellen;
– die Unterstützung des IS sofort zu beenden;
– an die türkische Regierung zu appellieren, Menschenrechte und Meinungsfreiheit zu respektieren und auf die Verhaftung und Verfolgung Andersdenkender zu verzichten;
– auf Erdogan einzuwirken, den Friedensprozess mit dem kurdischen Teil der Bevölkerung und vor allem mit der PKK wiederaufzunehmen;
– und nicht zuletzt, den Einsatz der Bundeswehr in Syrien zu beenden!

Bildschirmfoto vom 2016-02-28 09-44-48Der Redner des Kurdischen Volkshauses , Sores, schilderte eindrucksvoll, mit welcher Grausamkeit das türkische Militär in kurdischen Städten wie Cizre, Silopi oder Diyarbakir gegen die Zivilbevölkerung vorgingen. Viele Menschen seien in Kellern von Häusern eingeschlossen und beschossen worden und ihnen sei die medizinische Hilfe verweigert worden, so dass über 200 Menschen getötet wurde. Er forderte das Ende der Massaker in Kurdistan und die Einstellung des Beschusses von kurdischen Kämpfern in Syrien durch türkische Artillerie.

 

Aufruf zur Antikriegsdemo in Aachen am Samstag, 27.2.2016

Schluss mit der Unterstützung der türkischen Kriegspolitik durch die Bundesregierung!

Schluss mit der deutschen Beteiligung am Syrienkrieg!

Beginn: 14 Uhr, Aachen Oberstr. 3

Kundgebung: ca. 15 Uhr Markt

Es sprechen u.a.

Sevim Dagdelen MdB, Die LINKE und

Andrej Hunko, Mdb Die LINKE

Wir protestieren gegen die deutsche Bundesregierung, die sich nicht mehr nur durch Schweigen mitschuldig macht an der verbrecherischen Politik der Erdogan-Regierung:

  • Seit Sommer 2015 führt Ankara einen brutalen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung im Südosten der Türkei und die Kurden in Syrien

  • Bis heute unterstützt Ankara die djihadistischen Terrorgruppen in Syrien und Irak durch die Versorgung mit Kämpfern und Kriegsmaterial über die türkische Grenze

Und Frau Merkel? Kein Protest gegen das Vorgehen des türkischen Militärs gegen die Bewohner kurdischer Städte, weil diese für mehr Autonomie und gegen die Bombardierungen von Stellungen der kurdischen Arbeiterpartei demonstrieren.

Ganze Städte werden belagert, Wasser und Strom abgesperrt, den Verwundeten wird die medizinische Versorgung verweigert, wie in den Städten Cizre, Silopi oder Diyarbakir. Kein Protest der Bundesregierung!

Stattdessen propagiert Merkel nun die Schaffung einer sogenannten Flugverbotszone und beschwört damit ein Szenario herauf, dass schon 2011 Libyen in die Katastrophe stürzte und heute, ganz im Interesse der Erdogan-Regierung, auf eine direkte militärische Konfrontation zwischen der NATO und Russland zielt!

Schluss mit der Unterstützung der Djihadisten durch die Türkei!

Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien reisen die islamistischen Kämpfer über die Türkei nach Syrien ein – bis heute: Mehrere hundert djihadistischer Kämpfer ließ die Türkei in den letzten Wochen über die türkisch-syrische Grenze als Verstärkung der unter Druck stehenden Djihadisten einreisen. Gleichzeitig werden kurdische Gebiete in Syrien von der Türkei mit Artillerie-Feuer beschossen – unter Verletzung internationalen Rechts! Auch hierzu: kein Protest der Bundesregierung!

Merkel ist mitverantwortlich für den Kriegsterror der Türkei.

Frau Merkel hofft, dass Erdogan die Flüchtlinge in der Türkei zurückhält, dazu soll er 3 Milliarden € erhalten! Aber das ist ein Irrglaube. Ankaras Kriegspolitik in Kurdistan und seine Unterstützung der Djihadisten trägt selbst dazu bei, dass immer mehr Menschen fliehen, die Zahl der Flüchtlinge steigen wird. Die Flüchtlinge wollen nicht in ein „Flüchtlingsgefängnis Türkei“. Die Flüchtlinge haben ein Recht auf Asyl in Europa, sie haben ein Recht auf Fähren, statt ihr Leben mit Schlauchbooten riskieren zu müssen.

Nur durch die Isolierung Erdogans und der djihadistischen Gruppen ist eine Beendigung des Krieges möglich, und nur durch Beendigung des Krieges werden die Menschen nicht mehr in die Flucht getrieben, werden Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren können.

Den Terrorpaten Erdogan isolieren, statt mit Milliarden hofieren!

Schluss mit dem Bundeswehreinsatz in Syrien!

Es rufen auf: Kurdisches Volkshaus Aachen, Antikriegsbündnis Aachen, Aachener Friedenspreis, Februar 2016

NATO-Mitglied Türkei versucht die Niederlage der Djihadisten in Syrien zu verhindern…

… und lässt hunderte bewaffnete Djihadisten von der Türkei nach Syrien einreisen. Dies berichtet heute die französische Nachrichtenagentur AFP. Demnach haben gestern 500 und am 14.2.2016 350 „Rebellen“ die Grenze zu Syrien bei Azaz überqueren dürfen, um die Niederlage der dortigen Djihadisten durch die Kurdischen Volksbefreiungsstreitkräfte der YPG zu verhindern.

Der Terrorpate Erdogan muss von Bundeskanzlerin Merkel isoliert, statt hofiert werden! Der einzige Weg, den Krieg in Syrien zu beenden, ist es, den halsabschneiderischen Djihadisten endlich den Nachschub über die Türkei abzuschneiden, um dadurch den Krieg beenden zu können. Die syrische Armee steht kurz davor, die Kontrolle über die Straßen in die Türkei zu übernehmen.

Der falsche Weg ist es, der Türkei 3 Milliarden € zu geben, damit sie ein riesiges Flüchtlingsgefängnis auf türkischem Boden errichtet, währen sie gleichzeitg weiter die Djihadisten versorgt, die Kurden bombardiert und weiter Flüchtlinge produziert!

NATO-Mitglied Türkei versucht die Niederlage der Djihadisten zu verhindern

 

In this photo provided by Turkey's Islamic aid group of IHH, Syrians fleeing the conflicts in Azaz region, walk at the Bab al-Salam border gate, Syria, Friday, Feb. 5, 2016. AP Photo

In this photo provided by Turkey’s Islamic aid group of IHH, Syrians fleeing the conflicts in Azaz region, walk at the Bab al-Salam border gate, Syria, Friday, Feb. 5, 2016. AP Photo

At least 500 rebels on Feb. 17 crossed the Turkish border heading for the Syrian town of Azaz in northern Aleppo province, a monitor said, where opposition forces have suffered setbacks at the hands of the Syrian Kurdish People’s Protection Units (YPG) forces.

“At least 500 rebels have crossed the Bab al-Salam border crossing on their way to the town of Azaz, from which they want to help the insurgents in the face of gains made by Kurdish forces in the north of the province,” the head of the Syrian Observatory for Human Rights, Rami Abdel, told AFP.

They include rebels as well as Islamist fighters, all of them armed, he added.

This is the second time in days a large group of rebels has crossed the border, after almost 350 passed through the Atme border crossing on Feb. 14 armed with heavy and light weapons.

Opposition forces have lost ground to government troops in northern Aleppo province since they began a major offensive in the former rebel bastion backed by Russian air strikes.

Pressing their advantage, YPG forces, which is the military wing of the Syrian Kurdish Democratic Union Party (PYD),  have been taking ground in the fragmented region, most notably the city of Tal Rifaat, as they seek to carve out their own autonomous state.

The rebels now hold only the town of Azaz, not far from the Turkish border, and to the south Marea, which is currently almost encircled by YPG forces to the west and the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) fighters to the east.

Turkey refers to the PYD and YPG as a terrorist organization as it sees it as an offshoot of the outlawed Kurdistan Workers’ Party (PKK).

Alarmed by the YPG gains close to its border, Turkey, which supports the groups opposing Syrian President Bashar al-Assad, continued shelling their positions in Syria for a fifth day.

 

Eskalation in Syrien: Merkel will Flugverbotszone, Erdogan Bodentruppen in Syrien.

Die Türkei bombardiert seit 5 Tagen die kurdischen Volksbefreiungskräfte und damit die erfolgreichsten Anti-IS-Kräfte in Syrien.

Damit nicht genug: vor 4 Tagen ließ die Türkei 350 Terroristen über die türkisch-syrische Grenze passieren, damit diese sich den antisyrischen Djihadisten anschließen.

Frau Merkel fordert eine Flugverbotszone – auch dies eine offene Unterstützung für die die Terrorgruppen.

Die Türkei drängt auf den Einsatz von Bodentruppen.

Gegen Russland werden laufend Angriffe in den Medien produziert mit dem Ziel, eine bevorstehende kriegerische Auseinandersetzung mit russischen Antiterrorkräften in Syrien zu legitimieren.

Wir fordern: Auf den NATO-Partner Türkei muss politischer Druck seitens der Bundesregierung ausgeübt werden, damit die türkische Politik der offenen Unterstützung der terroristischen Banden durch Nachschub und Militäraktionen gegen die Kurden aufhört. 

Die LINKEN-Abgeordnete Sevim Dagdelen hat gefordert, dass die Bundesregierung den türkischen Botschafter sofort einbestellt – dem schließen wir uns an.