Eskalation in Syrien: Merkel will Flugverbotszone, Erdogan Bodentruppen in Syrien.

Die Türkei bombardiert seit 5 Tagen die kurdischen Volksbefreiungskräfte und damit die erfolgreichsten Anti-IS-Kräfte in Syrien.

Damit nicht genug: vor 4 Tagen ließ die Türkei 350 Terroristen über die türkisch-syrische Grenze passieren, damit diese sich den antisyrischen Djihadisten anschließen.

Frau Merkel fordert eine Flugverbotszone – auch dies eine offene Unterstützung für die die Terrorgruppen.

Die Türkei drängt auf den Einsatz von Bodentruppen.

Gegen Russland werden laufend Angriffe in den Medien produziert mit dem Ziel, eine bevorstehende kriegerische Auseinandersetzung mit russischen Antiterrorkräften in Syrien zu legitimieren.

Wir fordern: Auf den NATO-Partner Türkei muss politischer Druck seitens der Bundesregierung ausgeübt werden, damit die türkische Politik der offenen Unterstützung der terroristischen Banden durch Nachschub und Militäraktionen gegen die Kurden aufhört. 

Die LINKEN-Abgeordnete Sevim Dagdelen hat gefordert, dass die Bundesregierung den türkischen Botschafter sofort einbestellt – dem schließen wir uns an.

 

Keine NATO-Kriegsschiffe gegen Flüchtlinge – Fluchtursache Krieg beenden!

NATO zementiert die Festung Europa

Wir zitieren hier ein Stellungnahme von Frau Sabine Lösing, Mitglied der LINKEN im Europäischen Parlament:

„Gestern wurde die Entsendung des ständigen maritimen Einsatzverbandes der NATO im Mittelmeer in die Ägäis beschlossen. Er soll dort ganz offiziell Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben für den Kampf gegen Schleuserbanden übernehmen.

Glaubt man also den offiziellen Verlautbarungen, so geht es dabei „nur“ um die Bekämpfung von Schlepperbanden und nur darum. Flüchtlinge, so heißt es, seien nicht das Ziel. Die traurige Wahrheit ist jedoch, dass dies im Prinzip ein und dasselbe ist. Denn der Einsatz wird direkt die Menschen treffen, die aktuell versuchen, den verheerenden Verhältnissen in ihren Heimatländern zu entrinnen. Verhältnisse, für die die Wirtschaftspolitik des Westens, seine Rüstungsexporte und seine vielen Militärinterventionen eine maßgebliche Mitverantwortung tragen. Die „erfolgreiche“ Bekämpfung von Schleusernetzwerken wird deshalb nur dazu führen, dass verzweifelte Menschen gezwungen werden, immer noch riskantere Wege zu suchen, um Leid, Not und Bürgerkriegen zu entkommen. Und die Folge davon wird sein, dass noch mehr Menschen beim Versuch, die Festung EUropa zu überwinden, das Leben verlieren werden.

Bildschirmfoto vom 2016-02-12 10-56-04

Nach der ebenfalls erst kürzlich beschlossenen EU-Operation Sophia (EUNAVFOR) und dem daran anschließenden Ausbau der EU-Grenzschutzagentur Frontex handelt es sich hier um einen weiteren Schritt zur Militarisierung der europäischen Außengrenzen und der Flüchtlingsabwehr. Dass dies nun auch noch unter deutscher Führung erfolgt, ist nur umso beschämender!

Zu all dem gibt es eine klare Alternative: Würden endlich legale Einreisemöglichkeiten geschaffen, dann würde damit den Schleppern in Windeseile die Geschäftsgrundlage entzogen. Das wäre ein erster Schritt, damit der Westen seiner Verantwortung an der verheerenden Lage in den Heimatländern vieler Flüchtlinge gerecht würde. Der zweite und ebenso wichtige wäre es, endlich mit der Interessens- und Interventionspolitik Schluss zu machen, die hierfür mit verantwortlich ist!“

keinenatokriegsschiffe

Versorgungsroute der Terroristen über die Türkei von syrischer Armee unterbrochen

In einem Tagesschau-Bericht vom 5.2.2016 erfährt man so nebenbei, dass die Türkei nach wie vor die Versorgung der Terroristen in Syrien mit Waffen über den Highway vom türkischen Gaziantep  zur syrischen Stadt Aleppo zuließ. Zitat „Dem Regime war es gelungen, eine der wichtigsten Versorgungsrouten der Rebellen aus der Türkei abzuschneiden.“

Bildschirmfoto vom 2016-02-07 10-42-57
Vorgestern hat die syrische Armee diese Straße eingenommen.

Bildschirmfoto vom 2016-02-07 10-31-42

Versorgt wurden unter anderem die Terrorbanden des Al Quaida-Ablegers „Al Nusra-Front“. Es ist ungeheuerlich, dass der Sultan Erdogan als Präsident eines NATO-Staates die Terroristen unterstützt und Deutschland sieht zu und versorgt Erdogan mit Milliarden, obwohl er mit der Terroristen-Unterstützung zur Produktion von Flüchtlingen beiträgt.

Die iranische Nachrichtenagentur berichtet detailliert, welche Terrorgruppen in der Region aus Gaziantep in der Türkei versorgt wurden:

 

Syrian Army, Hezbollah Cut off Militants‘ Main Supply Route from Turkey

 

 

Wo der „IS“ seine Kämpfer rekrutiert

Die Attentate in Berlin haben deutlich gemacht, dass der „IS“ seine Gotteskrieger besonders leicht aus den Elendsvierteln der europäischen Metropolen rekrutiert. Hier lebt fast die Hälfte der Jugendlichen ohne Perspektive auf eine gute Ausbildung, ohne Hoffnung auf einen Beruf, der ihnen genügend Einkommen auf ein gutes Leben garantiert. Sie werden diskriminiert und als Loser verachtet.

Nun wartet das Schlachtschiff des Springer Verlages „Die Welt“ mit einer Reportage aus Bosnien auf, einem Land, dass nach der Zerschlagung Jugoslawiens durch nationalistischen Furor und NATO-Bomber zerstört und dann sich selbst überlassen wurde. Von deutscher Mitverantwortung für das Elend auf dem  Balkan natürlich keine Spur.

In Bosniens Einöde rekrutiert der IS seine Krieger

 

Münchner „Sicherheitskonferenz“ 2016 Sorgen wegen Kriegsmüdigkeit der Deutschen

Im Vorfeld der „Sicherheitskonferenz 2016 in München“, wo sich die politischen Führer von NATO und EU über die Weltlage unterhalten, weisen wir auf den „Munich Security Report 2015“ (MSR) hin.

Wenig erfreulich für die Krieger ist, dass die Zustimmung der deutschen zu mehr Engagement in Kriegen sinkt, hier eine Umfrage der „Körber-Stiftung“, die im Kapitel 2 unter dem Titel “ Germany: Ready to Lead?“ abgedruckt wird:

germans_more_engaged

 

Hier kann der Report heruntergeladen werden:

Münchner Sicherheitsreport 2015

Wie jedes Jahr gibt es ein große Demo gegen die Münchner „SIKO“: Am 13.Februar 2016 wird der Tagungsort „Bayerischer Hof“ symbolisch umzingelt. Mitglieder des ANTIKRIEGSBÜNDNISSES AACHEN werden vor Ort sein.

Bildschirmfoto vom 2016-01-27 16-52-12

Kriege kosten Geld – von der Leyen will 130 Milliarden Euro

Nachdem Medien und Kabarettisten sich über den angeblich desolaten Zustand der Bundeswehr monatelang lustig gemacht haben, lässt Frau von der Leyen nun die Katze aus dem Sack: 130 000 000 000,- € in den nächsten 15 Jahren brauche Sie, weil ja wohl jeder sehe, dass man sonst keine Kriege führen kann.

Wir meinen: Statt weitere Milliarden für Kriege zu investieren gilt es Schluss zu machen mit deutscher Kriegs- und Großmachtspolitik. Kriege lösen keine Problem – man muss nur in den Nahen und Mittleren Osten sehen, um zu sehen, dass die Kriege ein Desaster angerichtet haben.

Krieg ist Terror – Krieg schafft Terror!

Die Milliarden sollten besser dafür eingesetzt werden, dass in den Elendsvierteln deutscher Metropolen vom Ruhrgebiet bis Berlin den Jugendlichen Ausbildung und Arbeit geboten wird, damit die dort produzierten Loser sich nicht den Heilsversprechungen der Terrorbanden anschließen, um an deren Macht und Stärke zu partizipieren.